Beiträge von Rafiki

    Also kaputte Kopfverstärker ICs hatte ich schon. So vor 25 Jahren.... Diese ST Dinger sind üblicher ST Schrott = nicht wirklich zuverlässig. Wollte schon vorschlagen diesen zu tauschen weil ich das im Hinterkopf habe. Aber ich wollte vorher alles andere abklären. Ich kann ja nicht mit Sicherheit wissen, dass du genau weißt was du tust wenn du mehrere Teile von verschiedenen VCRs zusammensteckst.

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    Beim Bildsuchlauf vorwärts sind zwei Kopfsignale zu sehen. Kommt dafür dann evtl. ein LP-Kopf zum Einsatz?

    In den Feature Modes wird automatisch auf den Kopf umgeschaltet der das stärkere Signal hat. Ich weiß aber nicht mehr genau wie. Wahrscheinlich automatisch im Kopfverstärker IC. Aber schlag mich nicht, dass ist alles schon zu lange her.

    Pin 16 des ICs ein Widerstand von 4,7 kOhm gegen Masse.

    Laut ServiceDok im RecMode 5V schönes Rechteck. Aber der Pin ist bidirektional. Für PB ist kein Oszillogramm angegeben, wird aber auch 5V sein, sonst würde es der Prozessor wohl nicht verstehen. Pin 10 dürfte die Richtung umschalten. Einen der beiden Prozessorpins wo das SYNC Signal hingeht, wirst ja hoffentlich nicht geschossen haben - SYNC geht ja auf einen uC Input und einen uC Ausgang. Also mit Widerstand messen, ohne den Pin anzuheben bzw. Leitung aufkratzen, wäre ich da vorsichtig. Man weiß ja nicht was der uC da noch macht.


    Ich versuchen noch ein Bild anzuhängen. Einen Auszug vom SAA1310. Beachte die Spannungswerte bei den Pins. Die eingekastelten Werte sind für Record, die anderen für PB. Es hilft oft schon, nur diese DC Werte in Rec und PB nachzumessen. Keine Ahnung ob die in deinem Plan auch noch so schön drinnen sind. Beim Nachfolger von deinem, den VR8...ern, fehlen da nämlich diverse Spannungen.

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    Auf der einen Platine kriege ich partout kein Signal von einem der Köpfe.

    Platine und Kopftrommel passen schon zusammen? Also beide male 4/2 Aufkleber (4 Videoköpfe, 2 Audioköpfe). HP1 schaltet den entsprechenden Kopfverstärkerkanal (inkl. ev. einer LP Leitung welche dann die LP Köpfe selektiert?). Und die Option Bytes im NVRAM müssen übereinstimmen mit der entsprechenden Kopftrommel.

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    Dennoch schwankt das FM-Signal der Kopfpakete immer wieder alle paar Sekunden stark zwischen völlig normal bis hin zu nahezu Null-Linie.

    Also keine CTL Impulse bzw. Syncauswertung mag nicht richtig. Wenn das Band am Synckopf (unten am Kombikopf) richtig vorbeiläuft, dann stimmt was mit der Deckelektronik, Syncauswertung, nicht. Dass ein Kombikopf kaputt wird, egal ob CTL-, Audio- oder Erasekopf, ist extremst, extremst selten. Am ehesten noch das Flachbandkabel welches da dran steckt.

    Wenn du diese komplett mit Motor gewechselt hast, dann war das ganz easy. Drei Schrauben ein Kabel... Und ja, die Masseverbindung, das Abschirmblech hab ich auch schon wieder vergessen. Muss ja schon ziemlich genau 1/4 Jahrhundert alt sein das Gerät.

    Putzrolle hast sicher schon rausgeschmissen, sollte die noch drinnen gewesen sein. Kaputten Kopf hättest an TRIV gesehen - also mal SP und LP Aufnahme machen und checken. Wobei ich meine, das Ding schaltet ev sogar auf den LP Kopf wenn auf einen SP Kopf nichts kommen sollte. Oder war das erst bei den nächsten Generationen so?

    Wenn man mal von der Servicierbarkeit absieht, diese Dinger waren schon ganz gut. Bild- und Tonqualität und auch Haltbarkeit, das war dann schon knapp vorm Zenit von Consumer VHS.

    Die Kopfumschaltposition sollte stimmen, zumindest zeigt das meine Burosch-Testkassette an.

    Im Service Mode? IIRC verstellt das die SW ansonsten automatisch. Da du den Kombikopf ein-/verstellt hast, sollte man diesen Abgleich durchführen.

    Warum war eine Bandlaufverstellung überhaupt nötig?

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    ...dass ich beim ersten Pausebild nie etwas anderes als komplett Schnee sehe.

    Ist eher nicht normal. VR685 hat auch LP und wird somit als 6-Kopf Gerät bezeichnet. Das kriegt üblicherweise schon gute Stand- und Feature- (Slow/Fast) bilder hin.

    Für Hi-Fi Audio müßte man als erstes FMAP (FM Playback) messen. Entweder am Kopfverstärker oder in der Nähe des TDA9610 sollte da ein Testpunkt sein. Alternativ kann man die gleichgerichtete und bewertete FM auch an TRIA gemessen werden. Hab den Schaltplan nicht im Kopf, aber diese beiden Signale sollten in der Nähe des Hi-Fi ICs (höchstwahrscheinlich TDA9610 oder 9614?) mit einem Oszilloskop gemessen werden können. Mit Erfahrung sieht man da auch Bandlauffehler. Ev. sind die richtigen Kurven auch in der Servicedok abgebildet. Keine Ahnung ob du das machen kannst. Aber ohne Oszi und messen fällt mir jetzt nichts mehr ein.

    Meine Idee dahinter war die, ich meine mich erinnern zu können, dass die Fürther Geräte beim Start jeder Aufnahme (erkennt die SW an den CTL Signalen an der Randspur) Auto-tracking gemacht haben. Was extrem lästig ist, wenn man z.B. Musikvideos zusammengeschitten hat. Das während der paar Sekunden des Auto-trackings Hi-Fi Ton ausfallen kann, ist nicht ungewöhnlich. Die Wiener Geräte machen Auto-tracking nur einmal beim Einlegen einer neuen Kassette....


    Tracking geht nur, wenn die CTL Spur gelesen werden kann vom Kombikopf. Sieht also aus, dass er diese gar nicht mehr lesen konnte. Ganz daneben kann er aber auch nicht gewesen sein, denn sonst wäre auch Linearton ausgefallen. Natürlich könnte das Flachbandkabel hin sein, aber ungewöhnlich. Es klingt irgendwie schon nach schlechtem Bandlauf. Das Band muss ganz leicht an der Führung neben dem Kombikopf aufliegen, darf nicht hochlaufen, aber auch nicht zu fest nach unten drücken (mit dem Kombikopf einstellbar, aber besser nicht dran rumfummeln wenn man nicht genau weiß was man tut). Den Kombikopf hast ja sicher auch gereinigt, zumindest mit Isoprophanol. Üblicherweise ist aber eher die Andruckrolle das erste was hin ist. Und ob man da noch irgendwo gute Ware mit dem original Goodyear Gummi kriegt? Auf ebay tummeln sich halt auch viele Schrotthändler. Andererseits hab ich erst vor kurzem gestaunt, dass die Originalrolle von einem meiner TurboDrives nach mehr als 25 Jahren noch immer gut war. Nicht das du eine gute alte gegen eine schlechte neue getauscht hast.

    Wie oft hast du solche Aussetzer? Bei einer einzigen, durchgängigen Aufnahme? Oder sind das mehrere Aufnahmen und es passiert immer am Anfang einer neuen Aufnahme?


    Übrigens, Andruckrolle hast eine neue eingebaut aus seriöser Quelle? Oder ist die originale noch weich? Und die Putzrolle am besten komplett entfernen. Oder hat der eh noch keine?

    Gratulation zu deinen zwei Grundigs. Du hast hier im VR 948 zwar das Turbo Drive vom Philips Werk in Wien drinnen, aber die Elektronik von den damals noch (oder schon Ex) Grundig Leuten aus Fürth.


    Zu den Tonaussetzern - wenn der Hi-Fi Ton (Schrägspur) ausfällt, sollte eigentlich praktisch sofort auf Linerton (Randspur) umgeschaltet werden. Das hört man an der deutlich schlechteren Qualität und sieht es auch am Display. Stereo und L/R sollten da verschwinden. Du kannst zum Testen aber auch den Ton händisch umschalten an der Fernbedienung ev. auch am Gerät (hat der eine Audio Taste?). Also von Stereo auf Links, Rechts, Mono und Normal. So solltest du mal einkreisen können, ob nur Hi-Fi Ton ausfällt oder auch der Linearton.


    Ich vermute du verwendest normalerweise Hi-Fi Ton. Sonst wärst du wohl mit der Klangqualität kaum zufrieden. Also geht meine Vermutung in Richtung Tracking. Also Spur passt nicht genau bzw. fällt kurz aus und deshalb muted Hi-Fi automatisch. Das kann sowohl ein Problem des Aufnahmegerätes sein, als auch des Wiedergabegeräts. Wenn da eines davon nicht genau passt, dann geht vor allem Fremdwiedergabe nicht mehr (gut). Und Hi-Fi Audio fällt dabei vorher aus bevor man groß am Bild was sieht.


    Soweit ich mich erinnere haben diese Grundigs im Gegensatz zu den richtigen Philips auch den Nachteil, dass das Autotracking immer an der Videospur hängt und nicht auf der empfindlicheren Audiospur. Das machten die Philips damals besser. Außer dein GV470 hätte auch einen Audio-only Aufnahmemode. Also ohne Videospur. Aber ich denke nicht das der das kann. Das hatten auch eher nur die älteren Philips. Auch deswegen waren die als reine Audiomaschinen besser geeignet.


    Übrigens, die beste Qualität hast du immer mit Eigenaufnahme weil dann der Bandlauf exakt passt. Vor allem bei kritischen Audiopassagen ist das beim Hi-Fi Ton nicht unerheblich. Außerdem haben die Geräte aus den Jahren des VR948 schon einen deutlich besseren Hi-Fi Audioprozessor als der alte GV470S.

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    Gehe ich eigentlich richtig in der Annahme, dass dieser Laufwerkstyp ursprünglich von Hitachi und garnicht von PHILIPS stammt?

    Nein. TurboDrive von ca. 199x-200x ist Philips Eigenentwicklung. Davor gab's parallel ein eigenes Laufwerk, den Kunststoffbomber der vor allem anfangs viele Probleme machte für die einfachen Geräte und für die High-End Geräte, ein modifiziertes Panasonic G1 (?) Deck. Danach, also so um die 2005, gab es nur mehr Zukauf. Ich denke es waren dann Funais. Da war die zig Jahre lange Philips VCR Entwicklung schon komplett geschlossen. In den 80ern, nach Video2000, hatte man "nur" das Laufwerk in Lizenz von Panasonic gebaut. Die Elektronik war immer Eigenentwicklung. Aber nach ca. 2005, war gar nichts mehr von Philips, nur der Name wurde draufgeklebt.


    P.S.: Eine kurze Zeit gab's auch Philips VCRs, welche von der damals zugekauften (von der Insolvenz geretteten) Grundig Mannschaft in Fürth entwickelt und tlw. gebaut wurden. Da war aber auch das Wiener TurboDrive drinnen.


    P.S.2: Eine weitere Ausnahme fällt mir auch noch ein, der allererste S-VHS Recorder von Philips war auch ein Panasonic und keine Eigenentwicklung.

    Ich hab keinen Schaltplan von dem Gerät. Aber wenn irgendwo die Videoverarbeitung nicht funktioniert und du irgendwo anders einspeist könnte es doch sein, dass das Gerät "kein (stabiles) Video" erkennt und somit den Ton absichtlich mutet. Die Italiener haben ja irgendwann mal erfolgreich in die Vorschriften reingebracht, dass ohne sauberes Video, Ton aus sein muss. Bei Scart in wäre das aber eher nicht notwendig gewesen.

    Weil es produktionstechnisch teurer ist, eine eckige Welle zu produzieren und dann auch noch das Zahnrad mit der ebenfalls eckigen Aufnahme dort aufzustecken. Centbeträge x hoher Stückzahl = Summen, für die Betriebswirtschaftler angestellt werden.

    Bevor wieder Verschwörungshypothesen angestellt werden, es war eine Schwachstelle, keine Sollbruchstelle. Das vor allem am Anfang viele der insgesamt weit über 10 Mio TurboDrives dieses Problem hatten, war sicher nicht gewollt. Bei sowas redet kein BWLer direkt mit, das sind Entscheidungen der entsprechenden Entwickler. Die kennen aber natürlich den Kostendruck, verursacht durch die freie Marktwirtschaft und Konkurrenz, was uns Kunden aber andererseits, günstigst High-Tech Feinmechanik und Elektronik beschert.

    Linearton PB vermessen - Referenzkassette laut Standard (VFM8140 ?) einlegen und die Frequenzpakete (400Hz, 1kHz, 5kHz, 8kHz ?) am Ausgang müssen alle gleich groß sein und den "typischen" Pegel haben. Typisch war bei den Japanern eher so um die 400mVeff (-8dBV), in Europa -6dBV (Scart definiert typ. Pegel mit 500mVeff). Nur das wohl keiner mehr diese Referenzkassetten in der Lade liegen hat ;-). Ob an Cinch oder Scart gemessen, ist egal. Das ist das gleiche Signal.


    Wenn der Ton zu laut ist wie bei deinem Grundig, dann ist klar was in der Elektronik kaputt. Als erstes muss der Bandlauf exakt stimmen. Also auch die Andruckrolle darf nicht hart sein. Beim Mitsubishi kann auch dies die Fehlerquelle sein.


    Das Einspeisen über Kopf, also mit Generator vorm Tonkopf, dass lass mal lieber bleiben. Der unbedarfte Reparateur kriegt das schwerlich ohne allzu große Brummschleifen hin. Auch weiß er üblicherweise nicht, wie die PB Entzerrkurve auszusehen hat. Mit dem Frega den er da misst, kann er sicher nichts sinnvolles anfangen.

    Und natürlich stehen die 0,7Vss / 75R für RGB auch in der BDA meines ersten DVD Players dem DVD-A360.


    Ich gehe davon aus, dass du das Datenblatt des TDA3562 schon durchgesehen hast. Irgendwie kann ich noch immer schwer glauben, dass der Chip da noch einen "Vorverstärker" braucht.

    RGB DC entkoppelt, ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist. Aber ich bin da schon eine Weile weg von der Analog-Videotechnik. Ich meine ich hatte so ein Problem mit einem Philips TV. Weiß aber nicht mehr, ob ich den damals umgebaut habe damit er normgerecht funktioniert, oder ob ich mich mit Y/C bzw. CVBS zufrieden gegeben habe.


    Bin gespannt was nach deinem Umbauten rauskommt. Das was du am DVD Out gemessen hast, war ja eindeutig nicht schwarz. Wäre mal interessant den Fernseher mit wirklich korrekten Signalen zu speisen. Ich würde hier einfach einen von meinen TV-Generatoren anhängen um dem auf den Grund zu gehen bzw. die SCART Norm nochmal raussuchen bevor ich zum Basteln anfange.

    Viele Fragen in deinem langen Text. Soweit ich mich erinnere, definiert SCART das eindeutig. Und ja, der Terminierungswiderstand bei Videoleitungen, und somit auch bei den RGB und der Blanking Leitung, muss 75R sein. Der Quellwiderstand ebenso. Ansonsten würde es ja zu Reflexionen kommen. Dass das auch als Spannungsteiler gesehen werden kann, ist klar. Der Pegel ist aber am Stecker definiert mit definiertem Abschluss-R. Hier also bei angeschlossenem 75R. Der Leerlaufpegel ist höher. Aber eben schaltungsabhängig wie hoch bei welchem "falschen" Abschluss-R.


    Ist schon lange her, aber bin ziemlich sicher schwarz ist an RGB 0V und max. weiß eben 0,7V. Im Unterschied zu CVBS wo schwarz 0,3V sind und weiß 1V weil ja der Sync-Boden auf 0V geht (AC mäßig, da darf auch noch ein DC-Offset drauf sein AFAIR). Bei RGB gibt's meiner Erinnerung nach keinen DC-Offset.


    0,23V an RGB Leitungen mit 75R ist nicht schwarz. Da steht dann ev. in deinem DVD Player irgendeine Einstellung falsch. Also scheinbar hast du 2 Probleme - dein alter TV will mit normgerechten RGB Signalen kein "helles" Bild machen (dunkel kann ich mich erinnern, dass ich sowas auch schon mal gehabt habe, aber es war bei mir ziemlich sicher kein Loewe TV) und dein DVD-Player liefert kein richtiges schwarz. Vergleiche dazu das gleichzeitig ausgegebene CVBS Signal, dass liefert er ohnehin wegen dem Sync. Wenn da schwarz, also 0,3V liegt (Mittellinie des PAL modulierten Signals), dann müssen auch die RGB auf 0V sein.