Hallo Kuehnetec,
die Eingänge TA Kr. und TA Magn. habens mir bei diesem Gerät irgendwie angetan.
Dort könnte man direkt alte Plattenspieler/Tonabnehmer zur Testzwecken direkt anschließen, auch wenn man es extrem selten nutzen würde, aber wäre cool sowas bereit zu haben.
So etwas habe ich bisher noch nie gesehen gehabt.
Ob ich da jemals bei gehen werde, weiß ich nicht, aber für den Fall dass ich doch beigehen sollte. Mehr als kaputt geht nicht, und die schätzungsweise ca.50€ Materialkosten könnte ich verschmwerzen.
Die mögliche Enttäuschung über meine versagen eher nie! Egal...
Du warst der einzige der überhaupt Bezug zu meinem Anliegen genommen hat und verfügst über all das Wissen was nötig wäre um so ein altes Gerät wieder betriebsfähig zu machen.
Vielleicht wärest Du dann aber nicht mehr erreichbar, also erlaube ich mir jetzt schon einige Fragen darüber zu stellen, wenn Du nicht auf alles antworten magst, wäre auch ok, kein Problem.
Das sind aber auch viele Fragen geworden, hoffe es kommen nicht noch mehr auf.
Habe mir schon Gedanken darüber gemacht.
Ich schreibe einfach meine Gedanken Stichwortartig nieder, bedenke, ich bin kein Profi wie Du es ja bist (Habe mir Elektronikwissen früher durch Lesen u.a. Franzis Verlag/Probieren/Experentieren und später aus dem Internet/Foren wie diesen hier angeeignet.
Also bitte nicht wundern wenn manche Fragen für Dich bescheuert/unlogisch klingen sollten.
Habe die Ausgänge am Trafo die zum Gleichrichter/Siebelkos führen gemessen, es sind 2x 25V Wechselspannung obwohl auf der Platine 2x 20V wechselspannung steht.
An den Siebelkos liegen jeweils ca. 33,34 V DC an, wie Du schon im ersten Post bemerkt hattest ist es wohl knapp, also beide gegen 4700µf 50 (63) Volt austauschen.
Die beiden Brücken JR mit (+) und (-) gekennzeichnet (siehe Foto), wofür sind diese, sind es die Messpunkte wo man die 0 Volt nachdem abziehen der Brücken beim angleichen der Potis messen muss?
Angenommen ich würde irgendwann doch noch beigehen und alle Elkos austauschen ohne mich an die Potis ranzuwagen also die alten drinne lassen.
Die Werte habe ich aber dennoch schon mal gemessen, die einen haben ca. 420 Ohm und die anderen ca. 1,2K und auch die Widerstandschleifer ausgemessen.
Es müsste doch dennoch eine Angleichung mittels der alten potis durchgeführt werden, denn die neuen Elkos hätten ja ganz andere Eigenschaften als die ursprünglich alten Elkos in Neuzustand, oder?
Zitat:
Der Abgleich sollte klassisch kontrolliert werden Poti "Ausgang 0V" ohne Lautsprecher
am Ausgang mit Multimeter auf + /- 0 Volt am Ausgang einstellen.
Zitat Ende
Wo ist der Ausgang wo ich messen müsste, ist es die oben erwähnte Brücke so dass ich diese Brücke dafür abziehen und messen muss?
Das mit dem Ausgang = 0V messen , Abgleichen das habe ich nicht verstanden wo genau gemessen werden muss.
Zitat Anfang:
Den Ruhestrom am Poti "JR" würde ich am Emitterwiderstand der gequalmt hat
mit dem Multimeter messen ich tippe auf 8-10 Millivolt und vielleicht mit dem Poti und
Multimeter auf 8 bis 12 millivolt einstellen.
Zitat Ende
Ich kenne Strommessungen indem man den Ampermeter zwischen die Leitung einbringt, müsste ich also den Wiederstand einseitg ablöten und das Messgerät dazwischen schalten?
Weil Du einerseits geschrieben hast, den Ruhestrom messen, andererseits aber soll ich die 8-10 Millivolt messen, das wäre ja die Spannung.
Oder ich versteh hier etwas total falsch?
Auch wüsste ich nicht wo genau ich die 8-10 Millivolt messen sollte, eine Strippe an dem einen Ende des Widerstandes dass mit dem Ermitter des 2N3055 verbunden ist anlegen und die andere Strippe an die Basis/Kollektor, an den Massepunkt an der Frontplatine oder ganz woanders?
Das wäre sehr nett und beruhigend für mich wenn Du beide Messpunkte benennen könntest 
Jetzt kannst Du vielleicht auch nachvollziehen warum es mich davor grault die Potis zu tauschen und den neuen Abgleich machen zu müssen wo ich ja die ganze Schaltung samt den neuen Elkos zerschießen könnte.
Zitat Anfang:
Gerät 30.min warmlaufen lassen -> Werte nach kontrollieren.
Zitat Ende
Warmlaufen, bedeutet das in Leerlauf also ohne Lautsprecher und ohne jeglichem Eingangsignal, nur eingeschaltet lassen. Oder doch mit Eingang und angeschlossenem Lautsprechern ?
Da an diesem Gerät keinerlei Daten aufgedruckt sind wie z.B. die Impedanz der Lautsprecher.
Ich kann mich noch daran erinnern wie ich in meinem ersten Elektronik-Lehrbuch, liegt genau 40 Jahre zurück, dass die vorgegebene Impedanz der Lautsprecher passen muss, sonst würde es keine Leistungsanpassung zwischen Verstärker und LS geben, so dass z.B. wenn 8 Ohm angegeben ist und der Lautsprechen weniger hat, es die Endstufen überlasten würde.
Ich weiß natürlich nicht wie wichtig das bei diesen alten Verstärkern ist, zumal hier nichts angegeben ist, vielleicht ist es bei hochwertigen Verstärkern von relevanz.
Ich meine dort an den Kühlkörpern einen Transistor zu erkennen das wohl als Temperatursensor dienen soll, um bei Überhitzung/Überlastung der Endstufen den Stromkreis unterbrechen soll indem der klene Transistor bei Überhitzung zerschossen wird, eine Art Schutzschaltung? Das es damals sowas schon gab, interessant.
Für Potis/Schleifwiderstände usw. die kratzen verwende ich Teslanol Kontaktspray es wirkt nach gewisse Einwirkzeit wie ein Zaubermittel.
Vielen Dank nochmals für Deine Geduld und die tollen Profiinfos/Tipps.
Gruß