Beiträge von Dr. Seltsam

    Bei ebay bietet jemand ein Kit für diesen Rekorder an, dass aus zwei Gummiriemen und einem Fläschchen Sinterlager-Öl besteht.

    Meine Vermutung ist, dass es sich einmal um ein Ersatzgummi für den Idler und einmal um den Antriebsriemen für den Lademotor handelt. Aber wozu ist das Sinterlageröl? Ich habe gelernt, dass Öl in einem VCR nichts zu suchen hat, da nur Schmierstoffe auf Fettbasis verwendet werden.

    Den Verkäufer kann man leider nicht fragen. "Aufgrund der großen Zahl von Nachrichten, die dieser Verkäufer erhält", wird das Stellen einer Frage leider gleich abgeblockt.


    Das Service Manual sagt nichts über Schmierungen. Wo soll das Sinteröl wohl zum Einsatz kommen bzw. wo gibt es überhaupt Sinterlager? Reel Motor? Capstan Motor? Kopftrommelmotor?

    ja, das müsste der gleiche Idler sein. Übernimmt dann die Feder die Funktion eines 'Split Washers" (Sicherungsscheibe) und sorgt dafür, dass die Scheibe auf der Achse fest sitzen bleibt?

    Wenn unter der "Spring Arm Assy", wo die Feder eingeklinkt ist (siehe Foto im ersten Beitrag) genug Platz ist, um den Idler darunter zu schieben und gleichzeitig das Loch durch die Achse zu drücken, wäre der Austausch in der Tat sehr einfach. Sonst muss die Spring Arm Assy ab, und die wird durch ein oder zwei Washer fixiert. Die Explosionszeichnung im Manual gibt leider nicht viel her, und das Gerät steht ja nicht mehr bei mir.

    Ein Freund hat mir dieses Foto geschickt und bittet um Rat:

    [Blockierte Grafik: https://i.ibb.co/x2WwWwn/DSC-0049.jpg]:


    Mit dem JVC-11-Laufwerk kenne ich mich nicht so gut aus. Kann man den Idler einfach von oben im eingebauten Laufwerk austauschen? Oder ist es möglich, den Gummiring von einem Neuteil abzuziehen und dann von oben auf das eingebaute Altteil aufzuziehen? Es sieht so aus, als bräuchte dazu allenfalls die kleine Feder ausgespannt werden.

    Kennt einer von Euch diese Kassette?

    https://www.burosch.de/allgemeine-informationen/479-osd-at.html


    Ich hatte mir so ein Teil vor Jahrzehnten mal gekauft und fand das ganz praktisch, insbesondere zur schnellen Back Tension Kontrolle. Was die Beurteilung der Videokopfqualität angeht bin ich nun am Rätseln... bei mehreren Panasonics klappt das sehr gut. Die Bereiche -8, -14 und -20dB sind bei Geräten mit neuer Kopftrommel stets sauber

    [Blockierte Grafik: https://s20.directupload.net/images/210624/fa4g3uy8.jpg]

    Bei Geräten mit etwas mehr Kopftrommelverschleiss werden dann Störungen sichtbar, beginnend in der -8dB-Zone:

    [Blockierte Grafik: https://s20.directupload.net/images/210624/7xnukaqb.jpg]

    Nun habe ich aber auch noch einen JVC, und der hat definitiv auch eine neue Trommel bekommen, ehe er vor 20 Jahren eingemottet wurde. Da sieht man nun aber deutliche Störungen in der -8dB-Zone. Gestern bei einem Bekannten zeigte dann ein Panasonic NV-HS960 überhaupt keine Störungen in allen 3 Zonen, obwohl das Gerät definitiv eine jahrelange hohe Nutzung hatte. Ein deutlich neuerer DMR-EZ49 mit noch bester Bildqualität zeigte hingegen in allen 3 Zonen deutlich sichtbare Störungen.

    Ist das nun ohne Aussagekraft, und Vergleiche sind nur innerhalb des gleichen Gerätes möglich?

    Das Schleifen schien eher von der Schwenkarmeinheit (RAFOC) zu kommen, obwohl sie im ausgeschalteten Zustand leichtgängig beweglich war. Ich habe sie dennoch aus - und wieder eingebaut, und nun ist das Schleifen beim Einlesen auch weg. Das Geräusch klingt wieder ganz normal, aber die CD wird immer noch nicht eingelesen.

    Im Manual (man findet es im Netz hier) steht, das nach dem Einbau der RAFOC die Winkeleinstellung neu vorgenommen werden muss. Aus der Beschreibung unter Ziffer 8.5 werde ich aber nicht schlau, und so eine spezielle Glasplatte habe ich auch nicht. Kann man das als Amateur auch anders hinkriegen?

    Ich hatte diesen Player im Keller gefunden und ausprobiert. Er lief einwandfrei. Da der DA-Wandler bei Hifi-Puristen sehr beliebt ist und der Player bei ebay deshalb gute Preise bringt, habe ich ihn verkauft. Vorher die roten Transportsicherungen an der Unterseite gesteckt und verriegelt. Dummerweise hatte ich eine Fernbedienung in der Artikelbeschreibung erwähnt, die dieses Modell aber gar nicht hat. Der Käufer hat ihn mir deshalb zurückgeschickt, und nun der Salat: Transportsicherungen entfernt, angeschlossen ... und beim Einlesen der CD ist ein unangenehmes Geräusch zu hören, als wenn etwas kreischt oder schleift. Bin nicht sicher, ob das wirklich mechanisch ist. Ich habe von CD-Playern jetzt nicht wirklich Ahnung... gibt es bei diesem Gerät irgendeinen bekannten Standardfehler, zu dem die Fehlerbeschreibung passt?

    Das Laufwerk ist ein CDM-4/11.

    Ab und zu kriege ich noch Anfragen, ob ich einen Turbodrive mit defektem Einzug reparieren kann. Die beiden Ersatzteile sind inzwischen aber so teuer und selten geworden, dass sich eine Reparatur für die meisten Leute dann nicht mehr lohnt, zumal die Andruckrolle ja in der Regel auch hinüber ist und ersetzt werden müsste.
    Nach meiner Erinnerung war das Problem bei den Wellen, dass Kunststoffteile auf der Metallachse nicht mehr hafteten und deshalb durchdrehten. Hat dafür inzwischen jemand vielleicht eine billige, aber haltbare Lösung gefunden? Gibt es inzwischen bessere Kleber? Hab schon mal Sugru gedacht.

    Chips: Ist leider auch heute nicht in der Post gewesen, und allmählich schindet meine Zuversicht. Hattest Du Deine Absenderadresse angegeben? Ich vermute, dass die Sendung dann irgendwann zurück zu Dir kommt, weil meine Adresse angeblich nicht stimmt. Den Spaß habe ich kürzlich mit einer ebay-Bestellung auch schon gehabt. Ich habe eben nochmal in die Paypal-Nachricht gesehen, da habe ich definitiv die richtige Adresse angegeben.

    Natürlich ist das qualitativ schwer genießbar, wenn man HD gewohnt ist. So ein Rekorder hat seine Daseinsberechtigung nur noch, um unwiederbringliche und einzigartige Aufnahmen zu digitalisieren - z.B. selbst gedrehte VHS-C-Kassetten. Und tatsächlich ist es so, dass der teure S-VHS-Rekorder hier trotz TBC und 3D Rauscfilter ein grießeliges Bild liefert, während der alte Rekorder es mit deutlich weniger Bildrauschen abspielt. Die hohe Auflösung des NV-HS950 ist für Normal-Video einfach zuviel. Ein NV-HS860 hatte einen viel wirksameren Rauschfilter, aber leider ein billiges Z-Laufwerk.

    Geschichte am Rande: Weil der NV-HS860 immer wieder Drop-Outs beim Hifiton hatte, wo ältere Rekorder es problemlos abspielten, hat Panasonic mir den 860 damals 'abgekauft' um ihn nach Japan zu schicken. Die Ingenieure in Japan waren angeblich ganz heiss darauf, ein Problemgerät in die Finger zu bekommen. Ich bekam als Ersatz den 950, mit dem ich aber nie wirklich warm wurde.

    18 Jahre später ... :)


    Wozu man im Lockdown doch nicht alles kommt... Habe das Gerät jetzt aus dem Keller geholt und nochmals geprüft, nachdem ich damals nicht weiterkam. Die Lötstellen der Packs hatte ich schon damals erfolglos nachgelötet, aber die Steckverbindung P2002 des Servoteils auf der Hauptplatine entpuppte sich jetzt als der Übeltäter. Die Lötstellen sahen einwandfrei aus, aber wenn man drauf drückte, ließ sich der Fehler reproduzieren oder verschwand. Habe alle Kontakte der auf der Hauptplatine angelöteten Buchse entlötet, mit Leiterplattenreiniger gesäubert und neu verlötet. Jetzt ist das Problem dauerhaft weg.


    Bei Normal-VHS stellt die Bildqualität dieser 34 Jahre alten Kiste selbst den deutlich neueren NV-HS950 in den Schatten.