Beiträge von Dr. Seltsam

    Ist schwierig, da was zu erkennen. Das letzte Bild (...633) sieht aber nicht gut aus. Ich würde mal davon ausgehen, dass ein Videokopf unheilbar kaputt ist. Mit Sicherheit könnte man das nur per Oszilloskop sehen, wie die FM-Pakete der Köpfe aussehen bzw. ob jedes zweite Paket fehlt.


    Mit Aiwa habe ich Null Erfahrungen. Ich weiss nicht, ob das Laufwerk eine Eigenentwicklung ist oder ein Zukauf von Funai o.ä.

    Das Service Manual findet man im Netz. Laut Skizze sitzt die Anschlussplatine da oben auf der Trommel. Das war bei den letzten gefertigten VHS-Modellen Mode. Ich kenne den Ausbau der Kopfscheibe nur von älteren Bauarten. Da werden die Anschlüsse abgelötet und dann kann man die Kopfscheibe nach Lösen von 2 Schrauben abziehen. Oft sitzt die so fest, dass man dafür einen speziellen Kopfabzieher braucht.


    Einfacher wäre wohl, die komplette Einheit aus Trommelmotor und Kopfscheibe plus aufgesetzter Platine zu tauschen. Aber die kriegst Du praktisch nur aus einem gleichartigen Schlachtgerät, und dann kannst Du auch gleich das ganze Laufwerk tauschen. Ersteres (nur Kopftrommeleinheit tauschen) kann ohne Neuabgleich funktionieren, muss aber nicht. Das komplette Laufwerk zu tauschen sollte eher funktionieren.


    Wenn es denn unbedingt ein Aiwa sein muss...

    Das Bild besteht aus 25 Bildern pro Sekunde, die im Halbbildverfahren übertragen werden. Solange Du keine Einzelbildschaltung hast, kannst Du das nicht richtig beurteilen. Wiederholtes Drücken der Pausentaste ist nicht das gleiche. Hast Du wirklich eine Zeitlupenfunktion? Evtl. greift die nur auf die Bilder eines Kopfes (des intakten) zurück. Und im Suchlauf wechseln sich gute und schlechte Halbbilder so schnell ab, dass Du das Rauschen gar nicht siehst.

    Das dürfte übrigens ein Hifi-Gerät sein - 2 Köpfe für Bild und 2 für Hifi-Ton. Die beiden versetzten Videoköpfe sind jeweils für ein Halbbild zuständig. Hast Du für Standbild eine Einzelbildfortschaltung oder Zeitlupe? Da wirst Du dann sehen, dass jedes zweite Halbbild gestört ist, weil von einem der beiden Köpfe das Signal fehlt.

    bitte keinen Bremseneiniger nehmen, das ist zu agressiv. Und Etikettenentferner enthalten meist seifenartige Stoffe. Sogar Printerreiniger für Gummiwalzen ist ungeeignet, da er auch Pflegestoffe enthält, die das Gummi vor dem Austrocknen schützen sollen. Spiritus geht wohl zur Not auch.

    Der Typ hier beschreibt die Vorgehensweise so ab ca. 12 Minuten im Prinzip richtig:

    Nur die Kopftrommel sollte in Laufrichtung, also entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht werden.


    Die Schaumstoffrolle der Autohead-Cleaning-Funktion kann die Köpfe abgerissen haben oder es stecken gelöste Schaumstoffreste drin. Am besten die Rolle und -ganz wichtig - auch den Träger ausbauen, so dass nichts mehr (auch kein Plastik vom Träger) beim Reinigungsprozess an die Kopfscheibe gedrückt wird.

    war das Bild denn vor dem Wechsel des Riemens völlig o.k.?

    Die Kopfscheibe hat zwei Videoköpfe für normale Wiedergabe. Manche Geräte haben weitere Köpfe für störungsfreie Zeitlupe oder Suchlauf.

    Deine Fehlerbeschreibung passt dazu, dass einer der beiden Köpfe zugeschmiert ist. Manchmal reinigt er sich durch längeren Bandsuchlauf. Sonst ein glattes weisses Papier nehmen, in Ispropanol tränken, vorsichtig an die Kopfschreibe andrücken und diese entgegen der Uhrzeigerrichtung drehen.


    War der Rekorder vor dem Riemenwechsel längere Zeit am Netz? Dann hast Du jetzt bei kaltem Netzteil vielleicht ein Problem mit ausgetrockneten Elkos. Deren Kapazität verbessert sich durch Erwärmung.

    Im SM des HD100 ist die Subplatine nur im Schaltbild enthalten, aber es gibt keine Zeichnung vom Layout der Platine. Hast Du vielleicht eine vorliegen?


    Ich ersetze grundsätzlich immer alle SMD-Elkos durch normale 105 Grad-Elkos und mache es genauso wie Du (Beine abwinkeln). SMD-Elkos zu löten ist schon schwierig genug, wenn die unter dem Boden liegenden Beine nach außen gebogen sind - dann hat man wenigstens 1-2 mm Lötfläche. Wie man das Verlöten soll, wenn die Anschlüsse unter dem Plastikboden liegen, ist mir völlig schleierhaft.


    Wie gehst Du denn vor? Lötest Du die Stege oben (an der Keramikplatine) ab oder am Y/C Board? Machst Du das mit einem Entlötsaugkolben und Saugitze, oder hast Du dafür eine Entlötstation?

    Zwischen "es ist weich und elastisch" und "es ist verbogen oder geschmolzen" liegen oft nur wenige Sekunden. Die richtige Temperatur und Föndauer zu finden, ist heikel. Aber ich werde das nächste mal tatsächlich mal den normalen Heißluftfön aus der Zeit, wo ich noch Haare auf dem Kopf hatte, ausprobieren. Da kann - anders als bei der Heißluftstation- eigentlich nichts zu heiß werden.

    Auf einigen Y/C-Boards sitzt ja so eine kleine Subplatine, die auf der Unterseite SMD-Elkos hat, die oft hinüber sind.

    Ich hatte das jetzt bei meinem NV-HD100, der nur noch ein s/w-Bild produzierte. Es sind sowohl Elkos auf dieser Subplatine betroffen als auch welche, die auf dem Y/C-Board unter dieser Sub-Platine sitzen. Das Auslöten war noch einfach - mit einer manuellen Entlötpumpe und Litze habe ich die Blechstege aus dem Y/C Board sauber rausgekriegt. Es ist mir dann aber ums Verrecken nicht gelungen, nach dem Tauschen der Elkos diese Subplatine wieder eingesetzt zu bekommen. Es geht nur, wenn alle Blechstege gleichzeitig in die Bohrung rutschen, und das habe ich einfach nicht geschafft. Nach einer Stunde hatte ich die Faxen dicke und habe die Stege mit Heissluft vom Keramikboard abgelötet (dort sind sie gleichzeitig mit der Ober- und Unterkante verlötet), einzeln auf der Platine angelötet und dann die Fassungen der Stege einzeln wieder mit der Keramik-Subplatine verlötet. Eine Schweinearbeit! Umso enttäuschter war ich, dass nach Abschluss der Reparatur das Bild flackernde Falschfarben hatte. Irgendwas muss schiefgegangen sein. Die Leiterbahnen auf der Keramikplatine sind auch sehr empfindlich, in einem Fall musste ich mit Fädeldraht schon eine Verbindung neu legen.


    Ich habe das jetzt abgehakt und nehme die 'Leiche' als Schlachtgerät ins Lager. Im Nachhinein frage ich mich, ob ich vielleicht von Anfang an die Stege hätte weglassen und das Wiedereinlöten mit eigenen Drähten hätte vornehmen sollen. Die Platine ist ja beidseitig durchkontaktiert, so dass es wahrscheinlich gereicht hätte, die Drähte nur auf der Oberseite anzulöten.


    Freue mich auf Rückmeldungen derer, die diese Dinger schon mal ausgelötet haben. Und ja, sagt mir notfalls auch einfach, dass ich zu unbegabt bin :)

    Aus der Rubrik "was ich immer schon mal wissen wollte, aber mich nicht zu trauen fragte" :)


    Ich habe nun schon mindestens ein Dutzend dieser Dinger zerlegt, gereinigt und wieder zusammengesetzt. Aber in keinem einzigen Fall ist es mir bisher gelungen, den kleinen dünnen weißen Plastikring, der ab Werk das Ding zusammenhält, wieder über die Achse zu ziehen. Das ist kein "Split washer" (eingeschnittene Sicherungsscheibe), sondern eine einfach dünne Plastikscheibe mit Loch.

    Ich hatte mir dazu Ende der 80er Jahre mal Sicherungsringe in einem Modellbaugeschäft gekauft, die ich bis heute verwende. 4,5mm wäre evtl. sogar noch besser, denn die Scheiben sitzen ziemlich straff und der Modeswitch ist zunächst mal etwa schwergängiger. Das gibt sich aber meist nach ein paar Drehungen. Die so reparierten Modeswitches werkeln seit Jahrzehnten ohne Probleme in meinen Geräten.



    Bin ich zu unbegabt? :whistling: Gibt es einen Trick, die originalen weißen Plastikringe über die Achse zu ziehen?

    Die Platine des AC-Kopfes habe ich in den mir vorliegenden SMs (und die sind alle nur von Apollo-, Queen- und Paolina-Hifigeräten) nicht gefunden.

    Kannst Du die Gerätegenerationen in eine ungefähre zeitliche Reihenfolge bringen?

    Gefunden habe ich hier im Forum mal die Namen Charly, Dora, Echo, Fox, Harry, Ingrid, Jasmin, Kate, Lucy, Michel, Nora, Olivia, Paolina, Queen, Apollo.

    Der VR685 ist ein Apollo 10. VR600 ist Apollo 11. Beim VR948 steht Michelle im SM - muss es in obiger Aufzählung dann Michelle statt Michel heißen? VR171 ist Queen. Der VR969 (m.E. eines der letzten, bereits bei Grundig gebauten Turbodrives) ist Paolina.

    Bei einem Paolina-Turbodrive hatte ich kürzlich das Problem, dass die Wiedergabe des Mono-Tons kaum zu hören war. Änderungen der Höhen- und Azimuthlage des AC-Kopfes änderten nichts. Nachdem ich ohne Erfolg die Steckverbindungen überprüft und das Folienkabel des AC-Kopfes getauscht hatte, habe ich schließlich den gesamten AC-Kopf gegen einen aus einem älteren Turbodrive-Laufwerk getauscht. Damit war sofort klarer und lauter Randspurton da. Später habe ich bemerkt, dass der Rekorder aber keinen Randspurton aufzeichnet. Er löscht den alten Ton, aber bei der Wiedergabe der Aufnahme bleibt der Randspurton still. Ich konnte nachvollziehen, dass das zum AC-Kopf gehende Audiosignal einbricht, wenn das Folienkabel am AC-Kopf eingesteckt ist.


    Der defekte AC-Kopf hatte einen weißen Steckanschluss und war von TDK. Mein Austauschkopf hatte einen schwarzen Steckanschluss auf der Platine und auf dem Kopf steht nur "C3D6". Die Platinen sahen auf den ersten Blick identisch aus. Dann bemerkte ich doch noch einen Unterschied - bei der Version mit schwarzer Folien-Steckbuchse waren zwei Pins miteinander verbunden, während auf der Platine mit weißer Buchse diese getrennt waren. Im Ergebnis ist bei meinem (inkompatiblen) Austauschkopf die Masseleitung des für Audio REC/PB zuständigen Kopfes (AH) mit einer der beiden Leitungen des Löschkopfes (AEH) verbunden gewesen. Nachdem ich den AC-Kopf gegen einen mit weißem Steckanschluss aus einem neueren Turbodrive-Schlachtlaufwerk ersetzt habe, funktionierten Aufnahme und Wiedergabe des Randspurtons wieder einwandfrei.


    In allen meinen Unterlagen zu Turbodrives (zurück bis Apollo 10) ist der AC-Kopf immer mit der gleichen Teile-Nummer 482224910468 aufgeführt. Weiss jemand, ob die Farbe der Steckkontaktbuchse ein zuverlässiges Merkmal zur Unterscheidung der Modelle ist, und ab welcher Turnodrive-Gerätegeneration die neuen AC-Köpfe zum Einsatz kamen?

    Danke für die Tips! Falls Du zu den verriegelbaren Teilen noch Infos hast, wäre ich dankbar. Ich habe mit dem Rastermaß nirgendwo was gefunden. Habe es nun tatsächlich mit 10 einzelnen Schaltdrähten verlötet.

    Im Netzteil habe ich bis auf den dicken 100µF/400V alle Elkos ersetzt. Es läuft wieder, deshalb gehe ich da erstmal nicht mehr bei. Das Gerät wird auch nur noch sporadisch ans Netz angeschlossen bei Digitalisierungen.

    Was ich noch gemacht habe ist der Austausch sämtlicher lila Elkos nach Tips in verschiedenen Foren ("purple capacitors"). Insgesamt waren das auf diversen Platinen 12 Stück. Auffällig war, dass überall wo sie saßen die Platine sich braun verfärbt hatte. Entfernen ließ sich die Verfärbung nicht - offenbar kein ausgelaufenes Elektrolyt, sondern eine Hitzeeinwirkung. Einige Elkos zeigten unten aber Leckagen. Die ESR-Werte waren größtenteils akzeptabel. Nur bei zweien war die Kapazität deutlich abweichend, aber ich bin froh dass alle raus sind.

    Ich ärgere mich gerade mit der Verbindung zwischen Hauptplatine und Netzteil beim NV-D80 rum. Wie 1987 bei Panasonic üblich gibt es ein 15-poliges Flachbandkabel, dessen offene Litzenenden in eine Klemmleiste des Netzteils gesteckt werden. So kenne ich das auch vom NV-H75 und NV-H65 aus dem gleichen Jahr. Das Problem ist, dass es weiches Litzenkabel im Rastermaß 2,0 mm ist. Es ist absolut unmöglich, dieses wieder mit allen 15 Drahtenden sauber in die Klemmleiste reinzustecken. Die Litzenenden sind butterweich, brechen in Einzellitzen auf oder knicken ab. Ich habe es mit Verzinnen versucht, aber das hat auch nichts gebracht. Es scheint keine passende Steckverbindung im 2 mm Rastermaß auf dem Markt zu geben, die man - ähnlich wie bei den 1989er Netzteilen der G2-Modelle - anstelle der Klemmleiste dafür nehmen könnte. Flachbandkabel aus starrem Draht im 2 mm Raster finde ich auch nirgendwo. Ich bin kurz davon, die Verbindung mit 15 einzelnen Leitungen aus starrem Schaltdraht komplett neu zu verlöten und auf die Klemmleiste zu verzichten. (Nachdem alle Elkos ersetzt sind, hoffe ich nie wieder das NT ausbauen zu müssen.) Hat jemand eine bessere Idee?

    OK, die Firmware wird offenbar nicht auf das Gerät geflasht sondern auf der Platte abgelegt. Und die von mir im Netz gefundene Version für den EH57 ist offenbar auch die europäische Version. Es ist mir gelungen, eine Seagate ST380012A IDE-Platte mit 80GB anstelle der ab Werk verbauten Hitachi HDS721616PLAT80 (164 GB) zu verwenden. Ich habe die Firmwaredatei PANA_DVD.FRM auf eine CD gebrannt (ISO9660, kein Mutisession). Nach dem Einschalten prüft der Rekorder die HDD, meldet einen Error und öffnet die DVD-Schublade. Dort die CD eingelegt und die Schublade geschlossen. Das Gerät prüft die Firmware und schreibt diese auf die HDD - abschließende Meldung ist UPD OK. Nach dem Einschalten meldet das Menü, dass die HDD neu formatiert werden muss - danach wird eine Aufnahmekapazität von 36 Stunden angezeigt (bei der 164 GB-Platte waren es über 73 Stunden). Nachdem ich dann wieder die 164 GB-Platte angesteckt hatte, kam dort nach dem Booten ebenfalls die Meldung, dass die HDD neu formatiert werden muss. Man verliert also bei so einem Wechsel immer alle Aufnahmen. Da ich diese aber sowieso mit Isobuster runterziehe, spielt das keine Rolle. Ich kann also auf der einen Platte schon wieder weiter VHS-Kassetten digitalisieren, während ich die andere noch am PC auslese.


    Die gleiche Prozedur habe ich dann noch mit zwei sehr alten IDE-Platten von Maxtor und IBM (30 bzw. 15 GB) ausprobiert - das hatte aber nicht geklappt. Die Meldung hieß jeweils "UPD NG" (Update not good). Woran das nun liegt ist noch unerforscht.


    Ebenfalls keinen Erfolg hatte ich mit der Verwendung eines SATA-Laufwerks mittels IDE to SATA-Adapter. Obwohl ich einen Adapter von StarTech mit Marvell-Chipsatz genommen habe (die angeblich eine hohe Kompatibilität haben sollen) gab es im Test mit einer 128GB SSD und einer 250GB-Seagate 7200.10 immer nur "Update NG".

    Die maximale Kapazität der Originalplatte ist (nach allem was ich gelesen habe) das Maximum, d.h. auch wenn man eine größere Platte findet, die funktioniert, stehen maximal 164 GB zur Verfügung.


    Vielleicht helfen diese Zeilen ja mal jemandem.

    Dein Setup entspricht ja nahezu der Gumbel-Methode aus dem Gleitz-Forum. Der DVD-Rekorder dürfte die Funktion eines TBC übernehmen, so dass Du auch mit einem Normal-VHS ohne TBC gute Ergebnisse erzielen solltest. Da gab es wirklich gute Geräte, aber wenn da nicht mindestens das Netzteil saniert und die Andruckrolle erneuert wurde, sind die nach über 30 Jahren hinüber.

    Panasonic NV-H75, NV-H65, NV-F70, NV-F75

    baugleiche Blaupunkt RTV 800, RTV 740, RTV 810, RTV 820


    Von den neueren S-VHS wurde der Sharp VC-S2000 immer wieder gelobt (Testsieger Zeitschrift Video). Aber das ist auch schon die Generation der billigen Plastiklaufwerke, und für Sharp-Laufwerke findet man kaum noch Ersatzteile oder Leute, die es reparieren können.

    Mit Kristof stand ich schon mal kurz in Kontakt zum 'Fachsimpeln'. Der hat definitiv Ahnung, und ich würde mich auch nicht wundern, wenn er hier im Forum aktiv wäre. Seiner Beschreibung und seinem Bewertungsprofil nach würde ich jetzt keine Bedenken haben, da einen FS200 zu kaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der ebay-VK nur einen Bruchteil der Arbeiten durchgeführt hat, die Kristof plausibel angibt.

    Ich würde bloß nochmal nachfragen, ob er etwas zum Verschleißzustand der Köpfe sagen kann. Ich würde mich sehr wundern, wenn so jemand nicht über ein Kopftestgerät oder eine spezielle Testkassette verfügen würde. Bei solchen über 30 Jahre alten Geräten ist der Kopfzustand sehr stark abhängig vom Nutzungsverhalten der Vorbesitzer. Im Idealfall ist das ein Rentnergerät, das kaum benutzt wurde. Im schlimmsten Fall sind die Köpfe soweit verschlissen, dass man zwar noch ein sauberes Bild bekommt, aber das Nutzsignal ist so niedrig, dass die Drop-out-Kompensation nicht mehr richtig arbeiten kann. Man sieht dann insbesondere bei abgenudelten Bändern zu häufig kleine Bildstörungen.

    also JVC = Junk Very Cheap :(

    Wenn ich Dich richtig verstehe, macht es also wenig Sinn, ein baugleiches Laufwerk als Teilespender zu verwenden, da dieses entweder die gleiche Macke hat oder auf absehbare Zeit haben wird.

    Anscheinend gibt es Ansätze, das Dynamic Drum System zu umgehen, siehe https://forum.videohelp.com/th…Dynamic-Drum-Ultimate-Fix und

    Wobei das offenbar doch mit einigem Aufwand verbunden ist.

    Im vorliegenden Fall besteht zumindest die Chance, dass erstmal nur der Mode Switch defekt ist.

    Wichtig ist zu beachten das ein normales VHS Videoband

    ( -> Kaufkassetten sind auch noch im Schnellkopierverfahren hergestellt worden)

    nur 450 Zeilen analoge Auflösung hat und ein in S-VHS aufgenommes VHS Band hat 625 Zeilen.


    Nee, soviel ist es leider nicht. Normales VHS hat etwa 240 Linien Auflösung und bei S-Video sind es etwa 400.

    das Panasonic G2 Chassis und das Panasonic F Chassis ist aus ZInkdruckguss und viel stabiler.

    Ein F-Laufwerk kenne ich nicht. Du meinst sicher das K-Laufwerk, das bis etwa 1998 verbaut wurde. Es war das letzte Druckguss-LW von Panasonic - nach meiner Erinnerung aus Aluminium. Abgelöst wurde es vom Z-Laufwerk, das mit viel Plastik und Blech auf billig getrimmt war.

    Mein Tip:

    Nimm einen nicht zu sehr abgedudelten und gewarteten/reparierten Panasonic

    NV FS 200 mit TBC und Edit Funktion und G2 Chassis

    der macht wenn das Kopfrad in Ordnung ist perfektes

    Bild und Ton auch in Longplay.

    Der FS200 wird bis heute hochgelobt. Ich möchte aber explizit darauf hinweisen, dass wirklich nur der Erwerb generalüberholter Geräte Sinn macht. Da sitzen im Signalweg auf der Y/C-Platine diverse Elkos unter Blechdeckeln, die fast immer platt sind und gewechselt werden müssen. Das sollte man beim Kauf also explizit erfragen.

    Panasonic NV HS 900 / NV HS 950 mit F-Chassis sind richtig gut.

    Beides sind Geräte mit K-Laufwerk aus ca. 1996 bzw. 1998. Den NV-HS900 kenne ich persönlich nicht, nur aus Schilderungen in anderen Foren. Vom NV-HS950 habe ich zwei Stück, und leider hat Panasonic da die Detailauflösung so hoch gedreht, dass die Geräte auch mit Rauschfilter von Normal-VHS ein sehr grießeliges (verrauschtes) Bild produzieren. Beim Nachfolger NV-HS960 (Z-Laufwerk) ist das leider genauso. Diese Geräte holen aus sehr guten VHS-Aufnahmen von rauscharmen Quellen und auf hochwertigen High Grade-Bändern sehr viele Details raus. Das Bild sieht dann wirklich gut aus. Bei Standardbändern und abgenudelten Videotheken-Kassetten hingegen sieht das Bild im Vergleich zu älteren Geräten (z.B. NV-H75 oder NV-F70) deutlich schlechter bzw. inakzeptabel verrauscht aus. Die Schaltungen sind hier offenbar für die höhere Auflösung von S-VHS optimiert.


    Ansonsten sind die Hinweise sehr interessant. Das Problem mit dem Dynamic Drum System kannte ich bisher nicht, repariere aber auch nur Panasonic G/K-LW und Philips-Turbodrive.

    Ich würde hier aber auch erstmal den Mode Switch reinigen. In diesem Video wird die Reparatur eines JCV HR-J711 gezeigt, der offenbar das gleiche Laufwerk und möglicherweise sogar das gleiche Fehlerbild hat. Der Typ nimmt das Laufwerk raus, und ab ca. Minute 7 sieht man, wie er den Mode Switch abmontiert und reinigt.

    Kuehnetec : Wenn ich Dich richtig verstehe, sitzen die gebrochenen Zahnräder direkt im Trommelmotor? Kann man den Trommelmotor zerstörungsfrei öffnen und die Zahnräder gegen solche von einem intakten Trommelmotor aus einem baugleichen Laufwerk austauschen? Oder bleibt nur der Weg, die Kopfscheibe vom Trommelmotor abzulöten und zu transplantieren? Was dann natürlich voraussetzt, dass der Trommelmotor des Spender-Laufwerks ebenfalls ein Dynamic Drum System hat. Ist das ein generelles Feature dieses Laufwerks oder nur in den höherwertigen S-VHS-Modellen verbaut?