Moin,
ich habe hier einen defekten Netzteil von einem Filmscanner (Somikon Filmscanner HD-XL-Film-Scanner & -Digitalisierer für Super 8 & 8 mm).
Das verklebte Gehäuse habe ich auseinandergenommen.
Drinne ist primärseitig, eine kleinere als standard 5x20mm Schmelzsicherung T2A-250V, umhüllt von einem Schrumpfschlauch verbaut gewesen.
Diese war durchgebrannt, habe es gegen eine 5x20mm mit Mühe und Not ausgetauscht auch im Gehäuse unterbringen können.
Es brennt natürlich sofort durch, sobald man es ans Netz anschließt, schon in Leerlauf, ohne Sekundärseitig zu belasten.
Meine Vermutung liegt das es Primärseitig einen defekt haben müsste. Die Wicklungen können es wohl eher nicht sein, vielmehr die Halbleiter?
Auch finde ich , trotz meinen bescheidenen Kenntnissen, das es irgendwie zu unterdimensionert zu sein scheint.
Bei 12V bis zu 1,5A soll dieses Mininetzteil ohne Probleme liefern?
anscheinend aber eben nicht, sonst wäre da ja nicht ein Halbleiter vermutlich überhitzt, dadurch durchgebrannt und somit folgerichtig die Schmelzsicherung zum Schutz vor weiteren Schäden ebenfalls durchgebrannt.
Auch wenn getaktete Netzteile (dieser sollte ja einer sein) dafür bekannt sind, im Gegensatz zur analogen/konventionellen Netzteilen, bei weitaus geringeren Abmessungen weitaus mehr Energie liefern zu können.
Aber ich finde dennoch, hier haben die Ingenieure von der Entwicklungsabteilung, definitiv am falschen Ende gespart, das Netzteil hätte etwas größer dimensioniert werden können, dazu hätte es noch einige Schlitze am Gehäuse gebraucht, damit die Halbleiter besser gekühlt werden könnnen, aber so alles einfach zusamengequetscht, Gehäuse luftdicht abgeklebt
.
Das finde ich schon etwas unverschämt, bei einem Verkaufpreis von rund 300€.
Ich habe den Scanner dann mal am Labornetzteil (übrigens eigenbau noch von 1985 , benutze ich heute noch immer
), also der Scanner zieht etwas über 1 A bei 12V DC.
Der schon relativ groß bemessene Kühlkörper der die beiden Arbeitstiere von 2N3055 Transistoren kühlt, der wird so nach ca. 20 Minuten dermaßen heiß, dass ich nicht mal mehr die Finger länger als einige Sekunden dranhalten kann.
Das Gerät kann beim Scannen schon mal einige Stunden so durchlaufen, wohin soll denn die ganze Wärme in so einem kleinen Minigehäuse hin? Das hätten doch die Schlauköpfe schon erkennen können das es nicht lange gut gehen kann. Oder abere es ist tatsächlich so gewollt gewesen.
Wie auch immer...
Eine Reparatur, falls ich es überhaupt hinbekommen sollte, macht doch keinen richtigen Sinn, das Ding würdein Benutzung mit dem Scanner immer wieder durchbrennen, immer am Labornetzteil betreiben wäre auch keine gute Alternative.
Neues Netzteil, bzw. ein Vorhandenes aus meinem Fundus, Sekundärseitig mit entsprechendem Stecker auszustatten erscheint mir am vernünftigsten zu sein. z.B. habe ich auch noch schwere aber dennoch kompakte Netzteile mit genug Leistung und Reserven bei 12V DC-16,5A.
Aber so mal unabhängig von all dem, was wird da wohl erfahrungsgemäß an diesem offensichtlich unterdimensioniertem Netzteil defekt sein, denn ich könnte es z.B. evtl. für einen Plattenspieler der mit 12V läuft aber bei weitem nicht soviel Strom zieht noch verwenden, oder woanders.
Ansonsten müsste ich dann bei Gelegnheit alles einzeln ablöten und durchmessen.
Habe Bildanänge die ich nicht weiter erläutert sind anghängt, da dieses ohnehin selbsterklärend sind!
Falls weitere insbesondere vom Netzteil benötigt werden um es zu begutachten oder abzuschätzen was denn defekt sein könnte, gerne einfach bescheiod geben.
Einne schönen Sonntag noch.
Gruß