Merkur electronic Verstärker

  • Hallo,

    habe hier einen Verstärker mit der Aufschrift merkur electronic, wahrscehinlich 80er oder sogar 70er, ohne Typenschild und nichts weiteres an Infos oder Aufdrucken, siehe Foto Front.

    Es stand viele Jahre oder Jahrzehnte.

    Dennoch habe ich es in Betrieb genommen ohne die beiden großen Elkos auszutauschen.

    Habe es an einem 4 Ohm Lautsprecher angeschlossen und einem Plattenspieler.

    Es hörte sich erstaunlich gut an, aber sobald ich den Lautstärkeregler höher geschoben habe war es vorbei. es hat nur noch gekrächzt und gerauscht.

    Dann habe ich es erneut versucht, nur ein Lautsprecher am inken Kanal, nach einer Weil hat der eine Leistungswiderstand (rotes Pfeil links) etwas gequalmt.

    Dann habe ich es am rechten Kanal angeschlossen und es gut eine Minute laufen lassen und die Lautstärke voll aufgedreht, dann ist die Sicherung (blaues Pfeil) durchgebrannt.

    Ich würde als nächstes die beiden Dicken Eloktrolytkondensatoren 4700/35V austauschen obwohl die 35 Volt an beiden anliegen und stabil zu sein scheinen


    Ich befürchte das wird aber nicht alles sein, was sollte man noch mitaustauschen , vielleicht jemand erfahrungen mit solchen Schaltungen.


    Bilder sind anghängt.


    Gruß

  • Ein schöner Klassiker vermutlich aus den 70er Jahren.

    Die Schaltung hat gewisse Ähnlichkeiten mit Bausätzen von Radio RIM München.

    Es gab mal eine Elekronikladenkette "Merkur" vielleicht kommt der Verstärker aus so einer Quelle.


    Ich würde als erstes die orangenen Elkos alle rauswerfen diese Dinger verfaulen regelrecht.

    Diese orangenen Elkos von Siemens können die tollsten Fehler machen!

    Blubbern im Ton,Gleichstromdurchgang,innerlich verfault von ohne Kapazität bis Kurzschluss

    oder hochohmig reicht das Fehlerbild bei den Dingern.

    Nicht messen -> rauswerfen gegen hochwertige 105°C Typen z.b von Panasonic

    47µf 50 Volt,1µf 100Volt ersetzen.

    Auch in der an der Frontplatte sind noch welche zu sehen -> Auch rauswerfen...!


    Als nächstes würde ich die versilberten 2 Ruhestrompotis Bezeichnung "JR"

    und die beiden anderen "Ausgang 0V" rauswerfen und gegen hochwertige gekapselte Potis von Piher

    austauschen.

    Die silberhaltigen Potis verfaulen auch regelrecht,setzen aus und lassen sich nicht mehr richtig abgleichen.


    Ich würde die neuen Potis "vorabgleichen" d.h die Widerstandsschleifer der alten Potis ausmesen und voreinstellen

    damit die Schaltung ohne Abgleich nicht hochgeht.


    Der Abgleich sollte klassisch kontrolliert werden Poti "Ausgang 0V" ohne Lautsprecher

    am Ausgang mit Multimeter auf + /- 0 Volt am Ausgang einstellen.

    Den Ruhestrom am Poti "JR" würde ich am Emitterwiderstand der gequalmt hat

    mit dem Multimeter messen ich tippe auf 8-10 Millivolt und vielleicht mit dem Poti und

    Multimeter auf 8 bis 12 millivolt einstellen.

    Gerät 30.min warmlaufen lassen -> Werte nach kontrollieren.

    Die Kühlkörper dürften sich nicht zu sehr erwärmen wenn der Ruhestrom stimmt.


    Die großen axialen Siebelkos sind normalerweise nicht defekt man könnte sie natürlich

    mit rauswerfen.


    Die gesammte Leiterplatte würde ich gründlich sauber durchlöten und hinterher die Leiterplatte

    reinigen mit Kontakt LR oder Isoprop.

    Die alten 2N3055 von Motorola dürften nicht kaputt gegangen sein -> prüfen mit Diodentest.

    Ich würde die 2N3055 mal ausbauen und eventuell fals vorhanden die Wärmeleitpaste erneuern

    und die angerosteten Schrauben ersetzen oder reinigen.


    Die Lautstärke,Bass,Höhen und Balance Potis würde ich mal reinigen damit die nicht allzusehr krachen

    beim bewegen.


    Ich tippe mal das der Verstärker vielleicht max. 10~15 Watt Sinusleistung pro Kanal hat.


    Die Betriebsspannung vom Trafo sieht so nach 2x 20 Volt aus da dürften an den beiden blauen Elkos

    so um die 2x 29 Volt anliegen.

    Wenn da mehr wie 30 Volt anliegen würde ich die beiden blauen Siebelkos gegen 4700µf 50 (63) Volt

    tauschen!

    Da es sich um ein "altes" 220Volt Gerät handelt könnte die heutige Betriebsspannung von 230 Volt

    eventuell für die beiden alten blauen Siebelkos zu grenzwertig sein.


    Wo ich noch nach schauen würde wäre ob da in der Nähe des Netzschalters vielleicht ein so

    gelber oder "Rifa" Netzentstörkondensator 250Volt 22nf~47nf zu finden ist.

    Wenn vorhanden unbedingt rauswerfen gegen 275V oder 305 Volt Type erneuern.

    Die Dinger gehen gerne mit viel Gestank,Rauch und Feuerwerk hoch.


    Mfg Andreas

  • Hallo Andreas,

    wauuu Du scheinst ja ein richtiger alte Hase in dem Gebiet zu sein.

    Soviele detaillierte Infos und Tipps. Bin hin und weg von deinem Wissen.

    Vielen vielen Dank dafür!

    Habe es mir mehrmals durchgelesen.

    Mit den Elkos austauschen das würde ich so grad noch hinbekommen.

    Aber das mit den Potis, die passenden nur durch messen ermitteln und dann auch noch abgleichen, damit wäre ich wohl total überfordert.

    Auch mit der Platinen Reinigung, habe ich bisher nie was mit zu tun gehabt

    Am Ende würde ich sehr wahrscheinlich noch mehr kaputt bekommen als heilen.

    Das wäre zu schade um das Gerät.

    Ich fand es interessant weil man da Plattenspieler wahlweise mit Keramik oder Magentabnehmer anschließen konnte, habe ich bisher noch nie gesehen gehabt.

    Ich hatte ja einen DUAL 1254 nur Chassis gehabt, den ich soweit wieder aufbereitet hatte und diesen habe ich an diesen Verstärker angeschlossen gehabt, es war eine zeitlang auch wirklich sehr gut anzuhören und dann nicht mehr.

    Hatte gehofft durch Austausch einige Elkos es mit dem Plattenspieler verwenden zu können.

    Aber der Aufwand scheint zu hoch zu sein, jedenfalls für mich, so das am Ende noch mehr kaputt sein wird als vorher. Auch habe ich Schwierigkeiten bzgl. sehen, die Augen sind nicht mehr das was sie vor 20 Jahren waren, grausig! bei so feinen Sachen da muss ich immer verschiedene Brillen aufsetzen, selbst das klappt eher bescheiden, das hin und her macht mich irgendwann so nervös, das ich da unvorsichtig werde und es schrotte.


    Das sind für mich zu hohe Anforderungen, alleine schon das zerlegen dann wieder alles zusammenzuschrauben. Die Platinen usw. sind überall mit Abstandshülsen untereinander und dem Gehäuse befestigt


    Habe es mal weiter nur leicht freigelegt, da sind noch mehr von diesen orangenen Elkos und auch andere.

    An den Schiebereglern scheint sowas wie öl ausgelaufen zu sein, es sieht so aus als ob da drinne in eine Art öl gewesen sein muss oder ich sehe es falsch und das Öl kommt woanders her.


    Ich habe einige neue Fotos nach dem Freilegen gemacht und hier angehängt, vielleicht auch interessant für Dich was es da noch so an Bauteilen gibt.

    Am Netzschalter konnte ich keinen Entstörkondensator sehen.


    Vielen herzlichen Dank nochmals für Deine tollen Tipps und Deine Mühe, ich wäre damit definitiv überfordert und würde das Gerät noch mehr schrotten.


    Viele Grüße

  • Nun ja,

    das Gerät aufzuarbeiten wäre durchaus möglich das wäre für mich aber nur ein Liebhaberprojekt so

    am 3.Weinachtsfeiertag wenn niemand anruft.


    Die Kosten für die max 20~25 Stück radialen Elkos,die 4 Potis von Piher

    sind überschaubar aber genau kaufmännisch

    zeitlich vorab durchkalkulierbar ist das Ganze nicht das ist ein Fleißprojekt.


    Im Entzerrervorverstärker für Phono und im Klangreglerteil sind auch ein paar der orangenen Elkos zu sehen.


    Die axialen Elkos sind nicht ganz so günstig die gibts aber aus aktueller Produktion noch bezahlbar.


    Auf einigen axialen Elkos ist ein Herstellungsdatum aus den frühen 1970er Jahren zu lesen.

    Aus der Zeit stammt das Gerät auch.


    Die DIN-Lautsprecher Buchsen sind recht vergriesgnaddelt und leiden bestimmt an Kontaktschwäche

    die Buchsen könnten von Hersteller

    Hirschmann sein die gibts manchmal noch aber meistens in schwarz nicht in grau.


    Die Schieberegler hat vermutlich mal jemand mit Öl behandelt da kommt das Öl her

    die müsste man mal gründlich reinigen notfalls ausbauen und in den Ultraschall legen

    und mit Kontakt 61 reinigen.

    Im schlimmsten Fall müsste man die zerlegen zum reinigen wenn sie hartnäckig krachen.


    Ein Problemfall könnten die Quellenwahlschalter darstellen die können auch sehr verfault

    sein und sehr zickig die sind auch mit silbernen Kontakten bestückt.

    Man kann alles reparieren notfalls zerlegen und reinigen nur der Aufwand ist nur als Liebhaberprojekt

    anzusetzen.


    Mfg Andreas

  • Du bist aber ein Vollprofi in diesen Sachen, da kann ich mich ja mit meinem bescheidenem Wissen nur verstecken. Sogar Herstelungsjahr von Elkos kannst Du herauslesen :thumbup: Hut ab und meinen großen Respekt!

    Dieses aufzubereiten wäre definitiv nicht mein Ding, das würde auch nicht hinhauen, also erspare ich mir den Zeitaufwand und Nerv. Sollte besser mich Dingen zuwenden von denen ich mehr Ahnung habe.

    Am besten, es morgen wieder zusammenuschrauben und einfach zu den anderen nichtaufbereiteten Geräten stellen. Für weitere Jahre....


    Vielen Dank nochmals für all die Infos.


    Gruß

  • Hallo Kuehnetec,


    die Eingänge TA Kr. und TA Magn. habens mir bei diesem Gerät irgendwie angetan.

    Dort könnte man direkt alte Plattenspieler/Tonabnehmer zur Testzwecken direkt anschließen, auch wenn man es extrem selten nutzen würde, aber wäre cool sowas bereit zu haben.

    So etwas habe ich bisher noch nie gesehen gehabt.

    Ob ich da jemals bei gehen werde, weiß ich nicht, aber für den Fall dass ich doch beigehen sollte. Mehr als kaputt geht nicht, und die schätzungsweise ca.50€ Materialkosten könnte ich verschmwerzen.

    Die mögliche Enttäuschung über meine versagen eher nie! Egal...


    Du warst der einzige der überhaupt Bezug zu meinem Anliegen genommen hat und verfügst über all das Wissen was nötig wäre um so ein altes Gerät wieder betriebsfähig zu machen.

    Vielleicht wärest Du dann aber nicht mehr erreichbar, also erlaube ich mir jetzt schon einige Fragen darüber zu stellen, wenn Du nicht auf alles antworten magst, wäre auch ok, kein Problem.

    Das sind aber auch viele Fragen geworden, hoffe es kommen nicht noch mehr auf.



    Habe mir schon Gedanken darüber gemacht.

    Ich schreibe einfach meine Gedanken Stichwortartig nieder, bedenke, ich bin kein Profi wie Du es ja bist (Habe mir Elektronikwissen früher durch Lesen u.a. Franzis Verlag/Probieren/Experentieren und später aus dem Internet/Foren wie diesen hier angeeignet.

    Also bitte nicht wundern wenn manche Fragen für Dich bescheuert/unlogisch klingen sollten.




    Habe die Ausgänge am Trafo die zum Gleichrichter/Siebelkos führen gemessen, es sind 2x 25V Wechselspannung obwohl auf der Platine 2x 20V wechselspannung steht.

    An den Siebelkos liegen jeweils ca. 33,34 V DC an, wie Du schon im ersten Post bemerkt hattest ist es wohl knapp, also beide gegen 4700µf 50 (63) Volt austauschen.


    Die beiden Brücken JR mit (+) und (-) gekennzeichnet (siehe Foto), wofür sind diese, sind es die Messpunkte wo man die 0 Volt nachdem abziehen der Brücken beim angleichen der Potis messen muss?


    Angenommen ich würde irgendwann doch noch beigehen und alle Elkos austauschen ohne mich an die Potis ranzuwagen also die alten drinne lassen.

    Die Werte habe ich aber dennoch schon mal gemessen, die einen haben ca. 420 Ohm und die anderen ca. 1,2K und auch die Widerstandschleifer ausgemessen.

    Es müsste doch dennoch eine Angleichung mittels der alten potis durchgeführt werden, denn die neuen Elkos hätten ja ganz andere Eigenschaften als die ursprünglich alten Elkos in Neuzustand, oder?


    Zitat:

    Der Abgleich sollte klassisch kontrolliert werden Poti "Ausgang 0V" ohne Lautsprecher


    am Ausgang mit Multimeter auf + /- 0 Volt am Ausgang einstellen.


    Zitat Ende


    Wo ist der Ausgang wo ich messen müsste, ist es die oben erwähnte Brücke so dass ich diese Brücke dafür abziehen und messen muss?

    Das mit dem Ausgang = 0V messen , Abgleichen das habe ich nicht verstanden wo genau gemessen werden muss.



    Zitat Anfang:

    Den Ruhestrom am Poti "JR" würde ich am Emitterwiderstand der gequalmt hat


    mit dem Multimeter messen ich tippe auf 8-10 Millivolt und vielleicht mit dem Poti und


    Multimeter auf 8 bis 12 millivolt einstellen.


    Zitat Ende


    Ich kenne Strommessungen indem man den Ampermeter zwischen die Leitung einbringt, müsste ich also den Wiederstand einseitg ablöten und das Messgerät dazwischen schalten?

    Weil Du einerseits geschrieben hast, den Ruhestrom messen, andererseits aber soll ich die 8-10 Millivolt messen, das wäre ja die Spannung.

    Oder ich versteh hier etwas total falsch?

    Auch wüsste ich nicht wo genau ich die 8-10 Millivolt messen sollte, eine Strippe an dem einen Ende des Widerstandes dass mit dem Ermitter des 2N3055 verbunden ist anlegen und die andere Strippe an die Basis/Kollektor, an den Massepunkt an der Frontplatine oder ganz woanders?

    Das wäre sehr nett und beruhigend für mich wenn Du beide Messpunkte benennen könntest :saint:

    Jetzt kannst Du vielleicht auch nachvollziehen warum es mich davor grault die Potis zu tauschen und den neuen Abgleich machen zu müssen wo ich ja die ganze Schaltung samt den neuen Elkos zerschießen könnte.


    Zitat Anfang:

    Gerät 30.min warmlaufen lassen -> Werte nach kontrollieren.


    Zitat Ende


    Warmlaufen, bedeutet das in Leerlauf also ohne Lautsprecher und ohne jeglichem Eingangsignal, nur eingeschaltet lassen. Oder doch mit Eingang und angeschlossenem Lautsprechern ?


    Da an diesem Gerät keinerlei Daten aufgedruckt sind wie z.B. die Impedanz der Lautsprecher.

    Ich kann mich noch daran erinnern wie ich in meinem ersten Elektronik-Lehrbuch, liegt genau 40 Jahre zurück, dass die vorgegebene Impedanz der Lautsprecher passen muss, sonst würde es keine Leistungsanpassung zwischen Verstärker und LS geben, so dass z.B. wenn 8 Ohm angegeben ist und der Lautsprechen weniger hat, es die Endstufen überlasten würde.

    Ich weiß natürlich nicht wie wichtig das bei diesen alten Verstärkern ist, zumal hier nichts angegeben ist, vielleicht ist es bei hochwertigen Verstärkern von relevanz.

    Ich meine dort an den Kühlkörpern einen Transistor zu erkennen das wohl als Temperatursensor dienen soll, um bei Überhitzung/Überlastung der Endstufen den Stromkreis unterbrechen soll indem der klene Transistor bei Überhitzung zerschossen wird, eine Art Schutzschaltung? Das es damals sowas schon gab, interessant.


    Für Potis/Schleifwiderstände usw. die kratzen verwende ich Teslanol Kontaktspray es wirkt nach gewisse Einwirkzeit wie ein Zaubermittel.


    Vielen Dank nochmals für Deine Geduld und die tollen Profiinfos/Tipps.


    Gruß

    Bilder

    3 Mal editiert, zuletzt von krockie () aus folgendem Grund: Schriftgröße wieder au Standard gesetzt. Vielleicht antwortet niemand deswegen weil es zu groß war?

  • Habe heute alle Komponenten besorgt, Trimmpotis hoffe die Werte passen da ich es ohne Auslöten gemessen hatte.

    Axiale Elkos gab es dort nicht, habe stattdessen radiale genommen, muss ich wohl etwas improvisieren. Auch Panasonic gabs nicht, habe das genommen was es gab.

    10/100V gabs auch nicht, habe 10/350V genommen.

    Mal schauen wann ich dazu komme diese auszutauschen.


    Ein großes Problem bleibt noch bestehen, ich weiß nicht genau wo die Messungen für das Abgleichen der Potis gemacht werden müssen.


    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von krockie ()

  • Update:

    Auch wenn es aku noch jemandem interessieren sollte, leider auch den Meister? der aufgrund seiner unermesslichen Erfahrungen, viele Infos und Anleitungen gegeben hat ohne diese ich mich niemals an das Gerät gewagt hätte. Vielen herzlichen Dank nochmals an Kuehnetec!

    Habe mittlerweile die Komponenten ausgetauscht und die Platinen montiert, verkabelt ect. ohne Gehäuse. Da noch der Abgleich dass ja nur bei offenem Gehäuse möglich ist, ansteht. Wenn ich nur wüsste wo genau gemessen werden muss während man die Trimmpotis verstellt. Heute werde ich das Gerät aber nicht mehr unter Spannung setzten, das mache ich anderes mal, habe nun keine Lust zu späte Stunde mir die Laune zu verderben wenn es anfängt zu rauchen und zischen.

    Ich warte noch etwas, vielleicht weiß jemand anderer noch wo man genau messen muss um den Abgleich vorzunehmen? Bei andren Verstärkern gibt der Hersteller genaue Anleitungen. Vielleicht finde ich noch eine Quelle im Netz, ansonsten Augen zu und Spannung drauf, wenn es in die Luft gehen sollte, wars das dann gewesen, ab in den Elektroschrott!, gibts schlimmeres im Leben.


    Das Gerät wurde in der Vergangenheit schon mal repariert, das erkennt man an den Lötstellen der beiden kleinen Transistoren der Eingangsplatine Entzerr/Vorverstärker oder sowas.

    - Die 2N3055 sind ohne WLP montiert gewesen, ich habe nur den ersten ausgebaut und durchgemessen, es ist ok, die anderen 3 habe ich (aus Faulheit) nicht ausgebaut um diese durchzumessen (hoffentlcih kein schwerwiegender Fehler im nachhinein:/, habe auch keine WLP angebracht, nur die mit Flugrost behafteten Schrauben ausgetauscht.


    - Der eine Trimmpoti nicht JR ist auf der Platine mit 250 Ohm angegeben, waren aber 500Ohm verbaut, habe ich auch 500 Ohm geholt gehabt und auch verbaut-

    Die Werte wie Sie vorher waren habe ich in etwa einstellen können, weil die alten irgendwie nicht passten gesamtwiderstand der Teilwiderstände war größer als der aufgedruckte Widerstandswert des Potis.

    Ich habe lineare Trimmpotis eingebaut, weil das für mich logisch erschien. Wie die alten sind , weiß ich nicht.


    - Die Siebelkos sind auf der Platine mit 500 µF angegeben aber dennoch 4700 µF verbaut gewesen. Habe diese mit Radialelkos (da der Laden keine Axiale hatte) mit einer höheren Spannungsfetsigekiet, wie auch vom Meister empfohlen verbaut.


    - die radialen 10µf 350V, (der Laden hatte keine nedrigere Spannungsfestigkeiten) musste ich flach einbauen da sonst die Frontplatte nicht mehr zu montieren war.


    Also nicht wundern wenn es auf den angehängten Fotos irgendwie chaotisch aussehen sollte. Auch der gelieferte Platinenreinger kam zum Einsatz, irgendwie hat es zwar sauber gemacht aber danach war imer ein ausgelaufener, schmieriger Film drauf, habs mehrmals angewendet dann noch mit Bremsenreiniger nachträglich versucht den Schmierfilm zu entfernen, an manchen stellen ist es dennoch geblieben, nicht wundern, hatte dann keine Lust mehr immer wieder zu reinigen.


    - Die beiden radialen Siebelkos habe ich zusätzlich mit 2 Kompennetenkleber an der Platine fixiert da es mir etwas zu wackelig erschien.


    - Wie vom Meister empfohlen habe ich alle Lötpunkte nachgelötet auch die Kabel an Steckern usw.


    Beim entlöten wurden manche Lötösen irgendwie lose, ob das am alter der Paltine lag oder an dem Entlötkolben weiß ich nicht, manche Punkte musste ich bis zur Leiterbahn verlängern, habe alle Punkte auf durchgang gemessen, sollte passen.


    Ich werde es dann irgendwann auf Glück unter Spannung setzten müssen wenn ich keine weiteren Infos bzgl. Angleichen finden sollte.


    Gruß

  • Erstmal schöne Arbeit sauber und ordentlich ausgeführt.


    Um eine gewisse Sicherheit für die Halbleiter beim ersten einschalten zu gewährleisten würde ich eine

    60 -100 Watt -150Watt Glühlampe in Reihe zum Gerät vorschalten wenn kein Regeltrenntrafo vorhanden ist.

    Die 60W ~100W Glühlampe dürfte im Ruhestrom nur leicht glimmen wenn alles ok ist.

    Nun kann man das Gerät vielleicht 15 min warmlaufen lassen

    um mal die wichtigsten Spannungen messen bevor man den Abgleich vornimmt.


    So wie ich sehe sind die Schleifer der Potis IR "voreingestellt" und stehen so ähnlich wie bei den alten Potis das dürfte kein Feuerwerk geben.

    Die 2N3055 Transistoren von Motorola

    dürften in der Schaltung auch nicht kaputt zu kriegen sein das sind richtige Arbeitstiere der 70er Jahre

    mit Titan Grundplatte und Aludeckel.

    Es ist durchaus denkbar das die ohne Wärmeleitpaste montiert wurden die Schaltung ist recht

    human mit der Leistung.


    Der Abgleich am Poti IR dürfte recht einfach sein

    Den Steckverbinder IR ziehen und ein Multimeter im Bereich 200mA an den beiden

    Messpunkten anschließen und mit dem Poti IR auf 20 ~ 30mA also 25mA einstellen.

    Die 20~30 mA sind ein Erfahrungswert bei Endstufen aus der Zeit mit 2N3055 Transistoren.

    Nach erfolgreichen Abgleich den Steckverbinder wieder aufstechen.


    Der Abgleich 0 Volt am Ausgang ist auch einfach

    dazu das Multimeter im 20 Volt Gleichspannungsbereich an den Lautsprecher Ausgang anschließen

    und Poti Ausgang 0V auf genau +/- 0V abgleichen.


    Bei beiden Abgleichvorgängen der Potis IR und 0V

    werden meines Erachtens keine Lautsprecher angeschlossen.


    Nach erfolgten Abgleich sollte man das Gerät nochmals warmlaufen lassen mit dezenter

    Lautstärke und man kann die Werte noch mal kontrollieren und auch die Kühlkörper

    dürften nicht zu heiss werden das man sie nicht mehr anfassen kann.

    Mehr als 40°~45° dürften die im Betrieb nicht haben wenn alles ok ist.


    Vielleicht waren in der Leiterplatte auch nur einige "kalte" Lötstellen vielleicht hätte durchlöten

    auch gereicht nur meine Erfahrung sagt mir das diese orangenen Siemens Kondensatoren im Alter

    zickig werden so das man die lieber rauswerfen sollte.

    Lieber einmal richtig vorgehen als wegen eines -.20ct Kondensators das Gerät nochmal zu behandeln.


    Ich bin sehr hoffnungsvoll das die Kiste wieder läuft.


    Andreas

  • Erstmal schöne Arbeit sauber und ordentlich ausgeführt.


    Ich bin sehr hoffnungsvoll das die Kiste wieder läuft.


    Andreas

    Danke!

    Vielen vielen Dank auch dafür dass Du Deine Erfahrungswerte weitergibst und somit weiterhilfst, auch für die Zeit die Du selbstlos aufbringst :thumbup:. Solche Erfahrungswerte aus den 1970 ern kann man sogut wie nirgends nachschlagen.


    Ich werde berichten nachdem ich alle Schritte ausgeführt habe.


    Regelbaren Trenntrafo und den Hameg Oszi habe ich vor vielen Jahren leider verscheuert gehabt da es mehr gestanden hatte als benutzt.

    Um den guten Trenntrafo mit galvanische Trennung trauere ich heute noch nach, man braucht es doch noch, vielleicht lege ich mir doch noch eines zu da man sehr oft unter Spannung arbeiten muss als angenommen.


    Eine Frage hätte ich noch, bei der 0V Einstellung an den Lautsprecherausgängen, ist es von Bedeutung in welche Position der Lautstärkenregler steht?


    Nochmals vielen vielen Dank :)

    Da bin ich mal gespannt wie es ausgehen wird.


    Viele Grüße

  • Die Ernüchterung:


    Der erste Test mit der Glühlampe (150W) in Reihe, nach einigen minuten schon werden die Kühlkörper des rechten Kanals dermaßen heiss das man sich die Finger Verbrennen würde, Kühlkörper am linken Kanal bleiben absolut kühl.

    Habe es erst mal vom Netz genommen und nicht weiter gemacht.

    ich schrieb ja im allerersten Post, dass die Feinsicherung des rechten Kanals durchgebrannt war nachdem ich dummerweise, es mehrere Minuten lang dann auch voller Lautstärke und nur Lautsprecher am rechten kanal angeschlossen, laufen gelassen habe.


    Ich schätze dass sich da am rechten Kanal etwas verabschiedet haben muss so dass die Feinsicherung durgebrannt ist.

    Bin kein Experte in solchen Dingen, ich kann als nichtexperte, die Platine wieder ausbauen und alle 4 Transistoren mit Kühlkörper und die BC148, die anscheinend als Temperatursensor zwischen dem Kühlkörper angebracht ist, durchmessen....

    Kann es denn auch sein das die Ursache auf der anderen Seite, also am Vorverstärker liegen könnte. Oder ich beim Löten etwas falsch gemacht habe...

  • Dann hilft nur messen wo der Fehler liegt.


    Ich tippe das da doch noch ein Transistor in der Ansteuerung für die beiden 2N3055

    was weg hat denn offenbar steuern die beiden Transistoren durch.

    Dadurch werden die so heiss.

    Ich vermute das im Umkreis der beiden BD138 Transistoren was faul ist.


    Da der linke Kanal offenbar funktioniert kann man ja sehr gut Vergleichsmessungen der Bauteile

    vornehmen.

    Also alle Bauteile mal kontroll messen L-Kanal und R Kanal gegeneinander.


    Der am Kühlkörper angesetzte BC148 ist zur thermischen Stabilisierung des Ruhestromes

    diese Bauform des BD 148 ist mittlerweile sehr selten und schon lange abgekündigt vom Hersteller.

    Als Ersatz wird der BC 238 -> BC 546 genannt.


    Eigentlich bekommt man in der Schaltung die da vorliegt den 2N3055 nicht kaputt.

    2N3055 laut Datenblatt 100 Volt 15Amp Leistung.

    Aber das messen der Diodenstrecken B-C und B-E sollte ein plausibels Ergebniss um 0,7V haben

    und über die Strecke E-C darf nichts gemessen werden.

    Mit dem Diodenprüfer des Multimeters messen das kann nicht Schaden.


    Ich kann mich erinnern das so ähnliche Schaltungskonzepte bei Dual und auch bei Rosita Kompakt-

    Anlagen aus den 70er Jahren verwendet wurden.

    Schau mal hier rein das könnte so ähnlich sein:

    https://elektrotanya.com/dual_cv1400.pdf/download.html#dll


    Notfalls nicht aufgeben manche Kisten müssen "reifen" d.h bei Seite stellen und später weiter

    machen.

    Ich denke das ist nichts großes kaputt klassische Fehlersuche mit dem Multimeter da der andere Kanal funktioniert müsste der Fehler sich rausmessen lassen.


    Schau mal hier beim Radio Museum:

    https://www.radiomuseum.org/r/…o_verstaerker_tv_15.html#

    Das könnte wirklich mal ein Bausatz gewesen sein von Merkur!




    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von Kuehnetec ()

  • Gesagt getan


    Habe 9 von 10 Transistoren ausgelötet und durchgemessen, nichts verdächtiges, selbst den Fühler zwischen dem Kühlkörper, nur den einen 2N3055 hab ich nicht mehr ausgelötet, der andere ist ja ok, dann wird dieser es auch sein.

    Alle Dioden auf der Platine ohne ausbau auch durchgemessen, perfekt, sperre und die typischen ca. 0,7

    Es scheint alles bestens zu sein.

    Selbst den einen Leistungswiderstand der etwas mitgenommen aussah ausgebaut und gemessen, wert passt, auch ok.


    Habe auch nochmal alle Elkos nachgeschaut ob ich sie vielleicht falsch gepolt eingelötet haben könnte, nichts gefunden

    Leiterbahnen auf Brücken/kurzschlüsse geprüft , nichts zu finden


    Habe testweise die Platine an dem rechten Kanal am Siebelko mit 30 V DC üder das Labornetzteil gespeist, zieht kein Strom.


    Werde es morgen dann nochmals provisorisch an die Netzspannung über die Glühlampe anschließen und den Eingang vom Vorverstärker versuchen außen weg zu lassen.

    Womöglich liegt die Ursache am Vorverstärker bzw. dem Eingang oder... weiß ich auch nicht, erst mal absolut kein Plan.

    Neuer Tag neues Glück.


    Bis morgen dann....

  • Ist vielleicht ein anderer Endstufen Widerstand defekt?


    Vorverstärker Eingang zur Endstufe abziehen und kurzschließen

    dann darf nichts in der Endstufe aufsteuern

    wenn alles Ok ist.


    Wenn man an den 2N3055 die Basis ablötet können die nicht mehr aufsteuern

    wenn die immer noch was machen d.h heiss werden ist vielleicht doch einer oder beide kaputt.

    Dann muss zwischen C und E doch was kaputt sein.


    Notfalls richtige Testschaltung mit 12Volt Glühlampe und 12 Volt Netzteil

    aufbauen und den 2N3055 richtig zum Test an Basis mit 150 Ohm Widerstand schalten lassen.


    Die Kiste muss laufen gibts doch gar nicht....

  • Bin noch dabei, sieht gut aus.

    Bin aber noch nicht fertig, noch keine Lautsprecher angeschlossen, ist noch provisorisch lose aufgebaut.

    Werde später detailliert berichten, wenn ich es wieder festgeschraubt und auch mit Lautsprechern in Betrieb genommen habe.

    Hoffe das wird klappen....

  • Die Lautsprecher kann man auch in Reihe

    mit einer 21Watt 12 Volt Bremslicht/Blinkerlampe schützen.


    Falls wirklich ein 2N3055 kaputt ist da habe ich noch welche Original Motorola aus den 70er Jahren

    die sind mir mal in den 80er Jahren von jemanden der bei der PanAm war angespült worden.


    Das wird schon


    Andreas

  • Hallo,


    habe zu guter letzt mal die Stromstärke an den Brücken von JR L+R gemessen.

    Links war mit 22,xx mA ok ,rechts aber waren es stolze 559 mA.

    Dann habe ich den Poti rechts genua so eingestellt wie von links.

    Habe dann beide auf etwa 25mA gestellt, dann wurde rechts auch nichts mehr warm um nicht zu sagen es blieb alles schön kalt, Glühlampe abgeklemmt, direkt an netz angeschlossen, nach 15 - 20 minuten warmlaufen lassen immer noch.

    Die Stromstärke an IR's nochmal gemesssen und nachjustiert, Potis für Ausgangsspannung an den LS Buchsen eingestellt, diese waren ohnehin in mV Bereicht (musste Multimeter von 20V auf 200 mV stellen um überhaupt etwas messen zu können) auch große Unterschiede gabe es nicht ca.30 mV war maximal, egal wie man den Poti einstellte, auch egal ob mit ein-oder ausgestöpselten Lautsprechern. Habe dann irgendwas bei 0,07 V einegstellt gelassen.


    habe einen Tapedeck an Tape in einegstöpselt, beide Philips LS angeschlossen 4Ohm (in dem Bausatz-Datenblatt von deinem Museum Link steht, 4-8Ohm Impedanz)


    Es lief aber der linke Kanal war krächzend und leise, rechts war recht anständiger Sound, die Feinsicherun vom linken Kanal ist dann relativ schnell durchgebrannt.

    Eine weile dann rechts laufen lassen, dann fing dieser auch an wie der linke zu krächzen und wurde auch leiser, dann brannte auch dessen Feinsicherung durch.

    Allerdings hatte ich T 1,6A Sicherungen eingebaut gehabt da ich keine 2A zur Hand hatte. Denke aber das war nicht die Ursache vielmehr wird da wohl etwas übersteuert oder das Ding ist nicht mehr zu retten.


    Unten ist ein Videostream so als Hörprobe und wie die Sicherung durchbrennt, fand ich schon erstaunlich den Klang, für so einen einfachen alten Verstärker.


    das Video davon hier klicken


    Gruß

  • Mmh,

    das sieht im Video ja so aus das da was im Regelvorverstärker um den TAA521

    nicht stimmt d.h der TAA 521 schwingt unkontolliert oder die Kohleschleiferbahn der

    Schiebepotis sind derartig zerfressen das die so krachen beim verschieben.


    Die Schiebepotis könnten durch umgeignetes Kontaktspray z.b WD 40 oder Fahrradöl zerfressen sein

    so das die beim betätigen aussetzen und der TAA 521 fängt an unkontrolliert zu schwingen.

    Ganz am Anfang waren ja auch so Öl Spuren am Poti zu erkennen.

    Der Lautstärkerpoti wurde am meisten betätigt und geht auch am ehesten kaputt.


    Der TAA 521 wird aus den +12V und -12V versorgt die müssen stabil stehen

    und um den TAA 521 sind nur die beiden Kondensatoren 0,22µf und 33nf

    Die +/- 12V Spannung müsste man mal messen.

    Der TAA 521 beide kaputt eher unwarscheinlich aber möglich da muss der aber schon sehr misshandelt worden sein.


    Am Lautstärkeregler sind auch noch 2 Kondensatoren 0,22µf und 68nf vermutlich

    für "gehörrichtige" Lautstärke dazu hat das Schiebepoti 2 Anzapfungen.


    Diese "offene" Bauform ist empfindlich auf Feuchtigkeit > 30 Jahre im Keller gestanden ?

    Vermutlich nicht so gut.


    Vielleicht schwingt der TAA 521 deshalb am Ausgang so das der Endverstärker das

    verstärkt.


    Wenn man auf dem Endverstärkerboard die beiden Stecker Eingang L und R und Masse

    abzieht und die Stecker kurzschließt oder mit 100 Ohm abschließt

    muss an der Endstufe Ruhe sein.

    Oder mal ein 47 Kohm oder 100 Kohm Poti als externen Lautstärkeregler klassisch einschleifen

    und ein Signal einspeisen ohne den Vorverstärker.


    Wenn da nichts mehr blubbert,kratzt liegt in Richtung Vorverstärker,am Lautstärkeschiebepoti

    oder am TAA521

    wenn die Spannungen +/-12Volt stehen und die Kondensatoren Ok sind.


    Schwere Geburt der Kasten....der hat aber irgentwann verloren und geht als funktionierend vom Tisch

    das wäre doch gelacht wenn das Ding nicht läuft.

    Das ist ein Bausatzgerät aus den 70er Jahren das muss funktionieren.


    Aber die Kiste wurde vermutlich in den 80er Jahren aus dem Wohnzimmer verbannt mit genau dem Fehler

    vermutlich wollte sich kein Kollege mehr damit befassen die Kiste zu reparieren.


    Andreas

  • Vorweg, beachtlich was Du alles ohne Schaltplan nur anhand der Fotos, die Zusammenhänge der einzelnen Bauteile erkennst und auch noch mögliche Ursachen eingrenzen kannst. Hut ab!


    Ich kann ja mal versuchen dass was Du so präzise beschrieben hast anzuwenden, auch wenn ich nicht so den Durchblick habe wie Du, nicht mal annäherend.


    Ohne Deine vorzüglichen Anleitungen hätte ich das Gerät wahrscheinlich schon zu den anderen gestellt gehabt.


    Was mich noch motiviert hat sind die beiden TA Magnet und Kristalleingänge, hatte am Anfang den Dual CS1254 direkt vom Tonabnehmer angeschlossen, es wurde auch wiedergegeben, an einer Musiktruhe Grundig Como von 1970 Kleeblatt-Serie mit noch Röhrenvertärker angeschlossen, war es sehr sehr leise, obwohl es einen TA Eingang hatte. Bisher hatte ich it alten Plattenspielern immer das Problem, dass ich diese nirgends an einem Verstärker anschließen konnte wenn diese ohne eigene integrierte Verstärker waren


    Zurück zu Thema.

    Ich weiß nicht ob ich die Ausdauer haben werde das alles zu bewerkstelligen, liest sich aber alles sehr interessant an, werde dennoch versuchen was ich kann auch zeitlich da noch andere Dinge des Alltags leider höhere Prioritäten haben, durchzuführen. Habe mir neue Feinsicherungen als Sortiment bestellt, erst dann kann ich es wieder in Betrieb nehmen. Sonst macht man noch mehr kaputt.


    Ich werde auf jeden Fall berichten was ich gemacht habe oder was sich ergeben hat.

    Ich hätte sonst aufgrund meines geringen Wissens den Ruhestrom weiter runtergesetzt und vermutlich noch mehr Chaos verursacht..


    Vielen Dank nochmals für all die Hilfestellungen :thumbup:


    Gruß