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1

Donnerstag, 23. September 2010, 09:39

Röhrenradio Eumigette 382W

Hallöchen Freunde!

Ich habe da ein tolles altes Ding. Kenne ich auch noch von früher, und bin auch etwas vertraut.

Allerdings habe ich da so ein Problem, wer das kennt ist Profi. Es geht um den großen schwarzen Widerstand der neben den Übertrager und dem großen Becher Elko liegt. Dieser brennt beim Einschalten ab. Die Frage ist einmal generell, was schuld sein könnte. Ich bin noch nicht näher auf das Gerät eingegangen, aber ev. kennt das ja jemand. Überdies wäre es toll wenn es einen Plan geben würde, wegen der C´s....

danke

fluke 97

Anfänger

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2

Donnerstag, 23. September 2010, 14:01

Es geht um den großen schwarzen Widerstand der neben den Übertrager und dem großen Becher Elko liegt. D

Na das ist ja endlich mal eine genaue Beschreibung.
Wahrscheinlich meinst mit Übertrager nicht den Netztrafo, mit dem grossen Becher Elko dagegen den Netzelko.
Schau halt wo der Widerstand angeschlossen ist, wahrscheinlich als Siebwiderstand zwischen den 2 mal 50 µF :D :D
Und damit hast auch schon den wahrscheinlichen Fehler.
»fluke 97« hat folgendes Bild angehängt:
  • Zwischenablage01.jpg

3

Donnerstag, 23. September 2010, 14:05

Hallo,

nun, in Frage kommt der Siebelko (ein Teil kurzgeschlossen), oder aber der gesamte Rest des Gerätes, falls es dort noch irgendwo einen hart auf Masse geschalteten Kondensator gibt. Miss doch mal nach, ob ein Ende des Siebwiderstands niederohmigen Schluß auf Masse hat, und wie niederohmig!

Übrigens: nicht länger eingeschaltet lassen, der Gleichrichter wird es Dir danken!



Gruß
Bernhard

4

Freitag, 24. September 2010, 03:02

Bei dem Gerät wird vermutlich die Primärwicklung des Ausgangsübertragers zur Siebung der Anodenspannung verwendet, der "kochende" Widerstand dient dabei zur Abtrennung der NF-Wechselspannung vom Siebelko. An diesem Siebelko hängen die ganzen Vorstufen, also alles außer der Endstufe. Wenn der Widerstand zu heiß wird, hat wahrscheinlich, wie schon von bartolus bemerkt, entweder dieser einen Schluss, oder einer der Blockkondensatoren der Vorstufe. Falls Papierkondensatoren mit Wachs- oder Teerverguß verbaut sind, diese dringend prüfen.
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fluke 97

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5

Freitag, 24. September 2010, 06:04

Bei dem Gerät wird vermutlich die Primärwicklung des Ausgangsübertragers zur Siebung der Anodenspannung verwendet

haargenau so ist es !
Erfahrungsgemäss ist der Netzelko ausgetrocknet und die Ursache für den erhöhten Strom durch den Widerstand. Rein ohmisch ist häufig zunächst nichts auffällig . Erst nach einiger Betriebszeit steigt der Leckstrom im C an wobei häufig der Elektrolyt (soweit noch vorhanden) an der Überdrucköffnung auskocht.
»fluke 97« hat folgendes Bild angehängt:
  • Eumig382W.gif

6

Freitag, 24. September 2010, 08:49

Zitat

Bei dem Gerät wird vermutlich die Primärwicklung des Ausgangsübertragers zur Siebung der Anodenspannung verwendet,
Die sogenannten Brummkompensation. Im Detail wird durch diese Wicklung nicht der Brumm rausgesiebt, sondern das hörbare Brummen im Lautsprecher "kompensiert".
Am ersten Siebelko ist eine gewissen Brummspannung. Diese moduliert den Anodenstrom der Endröhre und würde dadurch hörbar.
In dieser Kompensationswicklung fließt nun dieser Brummstrom genau gegenphasig, sodass man kein Brummen hört. Funktioniert übrigens nur, weil der Innenwiderstand der Endröhre recht hoch ist. Der Innenwiderstand für die Brummkompensation ist dieser Siebwiderstand (1.3k, 2k, ...). Pentoden haben recht hohe Innenwiderstände, daher kann sich ein hohes Wicklungsverhältnis von Anodenwicklung zu Kompensationswicklung ergeben - und nur dann funktioniert es.
OT Ende :-)

Gruß
Bernhard

fluke 97

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7

Freitag, 24. September 2010, 09:18

OT Ende :-)

Totzdem sehr schön erklärt :D :D

8

Freitag, 24. September 2010, 12:01

Danke an alle!

Nun, Kurzschluss bei den 50mF habe ich gemessen, allerdings bei den ca. 6V.

Aber egal, der Elko wird mit neuen (Elkos) ersetzt. Die Frage aber, es ist ein 2K 3W Drahtwiderstand, gut auf dem Foto zu erkennen, wo bekommt man so einen noch? Oder soll ich gleich den nächst bessen nehmen. Zu sehen ist auch das mehrere C´s hinüber sind. Das waren ja Folienkondens., oder? Da sollte man sicher nicht gleich den nächst besserern nehmen. 10n,20n, etc. Die Widerstände muss ich erst anschauen, aber wieviel Watt haben den die "normalen"?

Schön das noch viele Freunde dieser Techmik gibt.

Und: @fluke97: Du hast einen Auszug des Plans als Bild (mit möglichen Fehlerquellen) hier eingestellt. Gäbe es den Plan als ganzen auch??

:)

fluke 97

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9

Freitag, 24. September 2010, 12:16


Nun, Kurzschluss bei den 50mF habe ich gemessen, allerdings bei den ca. 6V.


wenn der KathodenC der Endröhre tatsächlich kurzgeschlossen ist könnte die Röhre selbst einen g2-Kath. Schluss haben und den erhöhten STrom durch den R bewirken. Zieh halt mal die Endröhre !
Plan hab ich nur den Auszug der Endstufe.

10

Freitag, 24. September 2010, 21:14

http://www.magischesauge.de/MagischesAug…ndensatoren.htm

Röhren ziehen und Gitterspannungen messen. Wenn positiv, ist ein Koppelkondensator defekt. Die EL84 kann neben der Anode auch am Beschleunigungsgitter zu viel Strom ziehen, wenn der Kathodenkondensator kurzgeschlossen ist. Das Gitter muss bei den meisten Schaltungen deutlich negativer sein als die Kathode.

11

Dienstag, 9. November 2010, 08:41

Hallo Leute!

So, hatte jetzt mal Zeit mir dieser Sache anzunehmen. Habe alle C´s getauscht (meine Güte, die waren beinander) und auch 2 Widerstände. Überdies habe ich jetzt den ganzen Schaltplan des Gerätes (stelle ich gerne zur Verfügung nach dem Einscannen....) und da habe ich bei der EABC80 einen, wo steht, 0,1MF, also 100nF. Aber den finde ich nicht, .... Naja, egal. EL84 ist auch neu, und Radio brüllt. Auch kein Kratzen beim Regeln der Lautstärke. Auge ist voll da. Aber der eingebaute Lautsprecher kann ja keinesfalls das Format der EL84 wiedergeben. Ich habe das Gefühl ich könnte eine 100W Box :rolleyes: anschließen. Nun, es werden ja auch die Sender eine ganz andere Übertragung als vor 60 Jahren haben. Gemeint ist der Bass. Auch die Musik hat sich geändert. Wenn ich den Regler etwas aufdrehe dann ist alles ok. Aber noch mehr, dann überschlägt er sich. Es ist eben zuviel Bass vorhanden. (Habe es auch mit anderen Lautspr.getestet) Eine Klangregelung ist nicht vorgesehen bei dem Gerät, aber ich erwäge dennoch eine intern einzubauen. Der Bass muss reduziert werden. Andererseits könnte ja auch noch ein Defekt vorliegen, aber das Radio spielt ansonsten einwandfrei. Es ist halt nur sehr schnell "übersteuert". Wie könnte ich da rangehen?

12

Dienstag, 9. November 2010, 09:21

Hallo Bastler,


ein durchaus bekanntes Problem!

Die bassanhebenden Bauteile sind C42 in der Gegenkopplung und C39 in der Loudness-Schaltung (am LS-Regler).

Die Wirkung von C42 wird durch R26 begrenzt.

Um die Bassanhebung herabzusetzen kann man entweder einen (oder beide) Cs etwas vergrößern, oder/und R26 reduzieren. Vergrößern hast z.B. verdoppeln, sonst merkt man den Unterschied kaum.

Du kannst ja mal C42 auf 100nF vergrößern als Anfang.

Durch verdoppeln des Cs verschiebt sich die Einsatzfrequenz der Anhebung nach unten, z.B. von 200Hz auf 100Hz (nichts gerechnet!), und dadurch wird bei einer bestimmten Frequenz - z.B. 50Hz die Anhebung um 6dB niedriger.

Die originalen Papier-Kondensatoren verschlechtern nicht nur ihre Isolation, sondern erhöhen auch ihr Kapazität erheblich im Alter. Daher jetzt mehr Bass als vorher.

Gruß

Bernhard

13

Dienstag, 9. November 2010, 09:50

Na das ging aber schnell!

Werde das mal versuchen, danke !!

Eines noch: Thema Brummspannung. Haben Röhrengeräte immer eine, wenn auch kleine, Brummspannung? Komisch auch, wenn ich zur bestimmen Stellen im UKW Bereich komme, brummt es ziemlich laut. Bei gutem Empfang dann, eben noch ein wenig...Es wohl egal ob ich die 47mF gegen zb. 220mF austausche....



Sehr interessant diese Röhren Technik, und echt ein super Klang!

14

Dienstag, 9. November 2010, 11:12

Hallo,

bei Empfang eines starken Senders sollte es eigentlich kaum mehr brummen. Also in 1m Abstand darf man nichts mehr davon hören.

C33 (Nähe EABC80) ist getauscht? Ist die Gummiaufhängung des UKW-Teils ok? Es steht nirgends an?

Schwingungen des UKW Teils (z.B. vom Vibrieren des Netztrafos) können über eine Mikrophonie-Empfindlichkeit der ECC85 und/oder des Drehkos hörbar werden.

C48 (Anode EL84) und C51/C52 (Netztrafo) sind bestückt und ersetzt? Gelegentlich können HF-Störungen und/oder HF-Schwingung der Endstufe auch als Brummen hörbar werden.

Gruß
Bernhard

15

Dienstag, 9. November 2010, 11:25

.... C51/C52 ?? Die sind ja so blöd verbaut....Wollte mir die ersparen.. :D

Nein, die sind noch drinnen. Muss ich wohl ran. Danke!!

16

Dienstag, 9. November 2010, 11:39

Hallo,

naja, ich weiß nicht recht. Hätte ja sein können, dass du sie entfernt hast.

Wenn du dort neue reinbaust, müssen diese aber Y1 Kondensatoren sein. Und es ist bei weitem nicht sicher, dass das Brummen dann weg ist!

Wie sieht es mit der Masseanbindung des Siebelkos aus? Und anderen Masseanbindungen? Sind welche davon geschraubt?

Hast du mal mit dem Multimeter die Brummspannung auf den Betriebsspannungen gemessen (Multimeter auf AC).

Auf dem ersten Elko C50 dürfen schon ein paar Volt brumm drauf sein (5 - 10V). Auf C49 muß es unter 0.5V liegen.



Gruß
Bernhard

17

Donnerstag, 11. November 2010, 07:38

:P :P Hallo bartolus!

Danke für den Tipp! Der Bass ist jetz um einiges schwächer, so kann man es lassen.C39 hat nun 470nF. Ob auch die Wirkung noch bei 470 gegeben ist, weiß ich nicht. Das Brummen ist wohl zu gering um hier noch was anzustellen. Aber was ist mit: Ist die Gummiaufhängung des UKW-Teils ok? gemeint?

Eigentlich ist das jetzt erledigt. Hoffe es.... ABER: Es gibt ein neues Thema.... :huh:

VIELEN DANK!! :)

18

Donnerstag, 11. November 2010, 17:37

Hallo Bastler,



na, das freut mich, wenn der Klang jetzt paßt!

Zum Thema Gummiaufhängung: Das UKW-Teil hat immer eine gewissen Mikrophonie-Empfindlichkeit. Drehko, ECC85, Oszillatorspule, ...

Um dem zu begegnen wird das ganze UKW-Teil häufig auf Gummi gelagert, oft auch nicht. Für den Fall, dass es auf Gummi gelagert ist, die Frage, ob diese Gummiaufhängung auch wirksam ist.



Gruß
Bernhard

19

Dienstag, 26. Juli 2011, 19:24

Hallo mal wieder.....

Nun, einen neues Problem.

Die EL84 wird schnell sehr heiß, der Ton ist verzerrt.

Das die Röhre nun hinweg ist,ist klar. Aber ich habe auch die Widerstände teilw. getauscht, alles C´s sowieso schon. Auch die Röhrenfassungen der el84 und ez80 wurden getauscht. Eine neue Röhre einsetzen bringt wohl so nichts,....

danke!!!!!!!!!!! ?( ?(

20

Dienstag, 26. Juli 2011, 19:45

Hallo,

EL84 ziehen, einschalten, am Steuergitter g1 der EL84 messen. Müßte Pin2 sein. Dort geht nur ein 1k - 100k Widerstand hin.
An diesem Punkt der Schaltung muß jetzt sehr wenig Spannung zu messen sein. <100mV.
Gerät aus, Röhre wieder rein, wieder an diesem Punkt messen.
Wenn nach längerer Laufzeit (1min - 10min) dort dann wieder eine größere Spannung zu messen ist, dann hat die Röhre Gitteremission und ist defekt.
Wenn sie früher schon mal längere Zeit mit defektem Koppelkondensator gelaufen ist, ist diese Spätfolge normal.

Gruß
Bernhard

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