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1

Sonntag, 11. September 2011, 18:03

Kenwood DP-1100SG - Audio-Netzteil: Stromregeldiode ersetzen

Hersteller: Kenwood
Gerät: DP-1100SG (CD-Player)
Defekt: Audio-Netzteil, +15V nicht vorhanden

Hallo zusammen,
brauche Hinweise bzw. Hilfe bei dem o.a. Gerät. Die diskret aufgebaute Spannungsregelung des Audio-Netzteils hat in der positiven Schiene einen Fehler, die +15V sind nicht vorhanden. Vermutlich ist die Stromregeldiode D17 (siehe angehängter Schaltplanauszug,Typ "E-102") defekt. Auch nach langer Suche im Netz finde ich weder genaue Informationen über das Bauteil noch eine Bezugsquelle für Ersatz.

Kennt jemand das Bauteil und auch eine Bezugsquelle? Lässt sich die Diode irgendwie anderweitig ersetzen?

Meine begrenzten Kenntnisse lassen mich eh' den Sinn der Diode in der Schaltung nicht erkennen. Wer hilft mir weiter?

Danke!!

der Matze
»matze7401« hat folgendes Bild angehängt:
  • kenwood-dp1100sg-audio-1.jpg

2

Sonntag, 11. September 2011, 18:32

Hallo,

das ist sowas wie eine Konstantstromquelle. Vermutlich soll sie dazu dienen, dass der Strom durch die Zenerdiode D9 auch schon bei kleineren Werten der 15V Spannung (beim Hochlaufen nach dem Einschalten) den richtigen Wert hat.
Ich würde das Ding testweise durch einen Widerstand ersetzen. Z.b. 10k. Das macht dann im Normalbetrieb 1mA Zenerstrom.

Gruß
Bernhard

3

Montag, 12. September 2011, 15:36

Yep, eine Konstantstromquelle, so sehe ich das auch. Kannst einen LM334 von National Semiconductor nehmen, gibt es schon urewig, auf 1...5mA programmiert durch entsprechende externe Beschaltung.
Äääh, wenn die +15V fehlen müssen auch die -15V fehlen (die sind nur gespiegelt), sonst suchst Du an der falschen Ecke...
"As we know, there are known knowns. There are things we know we know. We also know there are known unknowns. That is to say we know there are some things we do not know. But there are also unknown unknowns, the ones we don't know we don't know." (Donald Rumsfeld)
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joschi

Meister

Beiträge: 1 959

Wohnort: Würzburg

Beruf: TV-Techniker

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4

Mittwoch, 14. September 2011, 13:01

Äääh, wenn die +15V fehlen müssen auch die -15V fehlen (die sind nur gespiegelt), sonst suchst Du an der falschen Ecke...[/quote]

Wieso? bitte genauere Details :S

5

Mittwoch, 14. September 2011, 13:04

Hallo,

über R1 und R3 werden die +15V und die -15V aufaddiert. Miteinander müssen sie 0V ergeben.
IC13 (1/2) vergleicht diese 0V mit der Masse und steuert die -15V entsprechend so, dass die betragsmäßig gleich den +15V sind.

Gruß
Bernhard

6

Mittwoch, 14. September 2011, 20:09

joschi, unter die Anfänger gegangen? :D
Yep, die Spannungen sind im Betrag immer gleich, unterscheiden sich nur im Vorzeichen. Wenn also z.B. die +15V nur +5V haben, dann sind die -15V eben nur -5V; und bei +0 sind es auch 0 auf der negativen Schiene. Wenn der Fragesteller keine positive Spannung misst, aber eine negative, liegt vermutlich irgendwo eine Unterbrechung vor -- egal, der meldet sich ja nicht mehr.
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joschi

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7

Donnerstag, 15. September 2011, 09:15

joschi, unter die Anfänger gegangen? :D


Das Alter und die Augen :whistling:

8

Donnerstag, 15. September 2011, 13:59

@ Matze:

Als Spannungsreferenz wird hier eine Zenerdiode benutzt, welche aber selbst bei ordentlich dimensionierten Strom einen dynamischen Rest-Innenwiderstand besitzt, genannt wird der "differentieller Innenwiderstand". Dieser ist auf Grund bestimmter physikalischer Gesetze bei Zenerdioden um 5...7Volt am geringsten und wird von den herstellern auch in den Datenblättern angegeben. Über diesem restlichen, verbleibenden Innenwiderstand baut sich aber eben eine "restliche" Brummspannung auf und eben auch eine lastabhängige Spannungsschwankung. Durch einen eingeprägten Konstantstrom wird die über dem Innenwiderstand der Zenerdiode verbleibende Wechselspannung zu Null. Deswegen sitzt die da drin...By the way: Die Temperaturabhängigkeit bleibt noch, aber der "Brumm" ist weg. Und darauf kommt es hier an, da dieses symmetrische Netzteil die Vorstufen versorgt.

Eingeführt hat diese C urrent R egulator Dioden damals Ende der Siebziger Jahre die recht rührige Firma Siliconix mit ihrer Reihe CR 039, einfach den Zähler 039 erhöhen oder erniedrigen , schon hast Du die Datenblätter über Google. Die amerikanische Notation bringt vergleichbare in feinsten Abstufungen rund um 1N5383 (also auch wieder 1N53xx erhöhen oder erniedrigen), die sind alle noch lieferbar. Einsetzen mußt Du eine, die den idealen Strom liefert für die verwendete Zenerdiode 5,1 Volt im Gerät. ABer in der Größenordnung 1...2 mA dürfte das auch liegen.
Uwe Schramen ward nie wieder gesehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hermanthegerman« (15. September 2011, 14:04)


9

Donnerstag, 15. September 2011, 15:00

Brummspannung an der Zenerdiode wäre hier sowieso nicht entstanden da die Zenerdiode über den bereits geregelten Ausgang gespeist wird. Die Konstantstromquelle verbessert hier nur (minimal) das statische Lastregelverhalten der Schaltung. Möglich wäre auch noch dass der TK der Konstantstromquelle dezidiert den TK der Zenerdiode kompensiert, aber so etwas erwartet man eher bei Messtechnik.
D10 dient nur dem Schutz des OPs beim Abschalten der Versorgung (entlädt den 100µF Elko parallel zur Zenerdiode und verhindert damit Latchup am Eingang des OP).
Egal, too much information...
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10

Donnerstag, 15. September 2011, 15:51

Nein tcf???, mit der Brummspannung liegst Du nicht ganz richtig! Der Ausgang des Reglers ist ja nicht "per se" stabil und brummfrei. Der verwendete OP hat nur eine mäßige ripple-rejection seiner eigenen Betriebsspannung zum Ausgang hin und sieh' Dir bitte mal an was sie da gemacht haben: Ein ganz klassisches LC-Siebfilter (1mH plus Elko!!). Außerdem stellt die Schaltung ja auch einen Verstärker dar, am Ausgang findest Du dann zwei Widerstände in Teilerschaltung und die ganze Chose verstärkt schlampig überblickt etwa um den Faktor 3. Faktor 1 weil nichtinvertierend, da geht garnicht weniger als 1 und dann noch die gleichgroßen Teilerwiderstände am Ausgang als bestimmende "loop" macht zusammen etwa 3. Eine am differentiellen Innenwiderstand der Z-Diode stehende Wechselspannung wird also bei sehr niedrigen Frequenzen (Bassaussteuerung, Netztrafo geht in die Knie, Vorstufen ziehen im Bass-Takt Strom etc., etc., Z-Rauschen !!) auch um den Faktor 3 verstärkt.

Freilich, der gedachte "obere" Teilerwiderstand in der feedback-loop ist hier extra mit einem Kondensator überbrückt um AC-Anteile stärker gegenzukoppeln als DC und und und, aber der Zweck dieser Konstantstromspeisung des Spannungs-Referenzelementes ist schon klar erkennbar: Das symmetrisch ausgeführte Speiseteil soll möglichst ruhig sein und nicht tiefstfrequent rumpeln: Siehe auch den riesigen Elko an jedem Reglerausgang (nach dem Leistungstransistor). So ganz nebenbei fährt diese Schaltung ihre Spannung recht zügig hoch und das auch noch schön symmetrisch (Tracking regulator). In der Tat ganz lehrbuchartig aus den Application-Notes der damaligen Zeit abgeguckt (eben angewendet! :D ). Eben ein HighEnd-Gerät aus der guten, alten Zeit. Die üblichen 3beinigen TO220 Festspannungsregler hingegen fahren nicht sanft hoch, als Pos. und neg.-Regler auch noch unterschiedlich schnell und rauschen doch recht saftig und bei 10kHz kommen se auch schon ins Schwitzen.

Und ja, die ein von Dir erwähnte Diode dient der zwangsgeführten, aber nicht unbedingt schnellen Entladung. Sie verhindert eher die aktive "Verpolung" des Leistungstransistors des jeweiligen Regelteils, man denke an die riesigen Elkos am Ausgang jedes der beiden Spannungsreglerstufen. Die vorderen Elkos am Graetz-Gleichrichter versorgen ja noch andere Schaltungsteile des Gerätes und die Längsregler vertragen wie jeder bipolare Transistor nur rund 5 Volt Sperrspannung über B-E.

Über TKs könnte man sich reichlich Gedanken machen, schließlich finden sich am Ausgang eines jeden der beiden IC-OpAmps Zenerdioden, wir haben da je einen Längsregeltransistor, usw. usw.

Aber so weit wollte ich gar nicht ausholen, siehe mein erstes Posting " @ Matze ", weil der ja nicht allzu sehr verwirrt und in theoretische Gefilde "entführt" werden will.

Kannst ihm ja mal schreiben, warum sich zwei gewisse Effekte (Avalanche...) bei den Z-Dioden um 5 Volt herum fast ideal gegeneinander aufheben und diese Dioden dann einen delta-Ri von nur ganz wenigen Ohm haben. Bringt aber nix, er soll sich eine der angegebenen Current Regulator (FET-)Diodes heraussuchen und gut ists...

Gruß, Heiner.



P.S.: Macht ja schon Spaß, so ganz alte, diskrete Schaltungen mal wieder zu sehen, also bitte keine Streitereien :D ^^ , Nostalgie! Fairchild gabs da noch, und Motorola und TI und deren sehr schön geschriebene DataBooks, die man im Selbststudium verschlingen konnte, weil es sie (unglaublich!) für lau gab...
Uwe Schramen ward nie wieder gesehen.

11

Mittwoch, 28. September 2011, 13:27

Bezugsquellen?

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Frage ist für mich nun, woher ich eine solche Diode beziehen kann (Endverbraucher), bei den üblichen Verdächtigen wie Conrad und Reichelt bin ich nicht fündig geworden.

Oder kann jemand eine passende Ersatzschaltung vorschlagen?

Danke!

der Matze

12

Mittwoch, 28. September 2011, 14:03

Hallo Matze,

den erwähnten LM334 gibts doch schon gut zu kaufen! Z.b. bei fernseh maul.

Gruß
Bernhard

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